Die neue Westbrücke für die Helmut-Kohl-Allee in Ludwigshafen wächst schneller als erwartet. Im September wurden die letzten von insgesamt 40 Stahlhohlkästen eingehoben. Damit ist an der Brücke der entscheidende „Sprung“ über die Bahngleise gelungen.

Für die Montage war ein riesiger Kran im Einsatz. Die einzelnen Stahlhohlkästen sind bis zu 50 Meter lang und wiegen bis zu 60 Tonnen. Gefertigt wurden sie maßgeschneidert in einem Werk im friesischen Sande am Jadebusen.

52 Transporte aus Friesland nach Ludwigshafen

Die Brückenelemente legten einen langen Weg zurück: Insgesamt 52 Lkw-Transporte waren nötig, um die Bauteile aus dem 580 Kilometer entfernten Sande nach Ludwigshafen zu bringen. Mit dem Einheben der letzten Elemente ist ein zentraler Bauabschnitt abgeschlossen.

Verkehrsfreigabe für Sommer 2028 geplant

Die 445 Meter lange Stahlverbundkonstruktion soll im Sommer 2028 für den Verkehr freigegeben werden. Sie wird künftig die geplante Helmut-Kohl-Allee mit der A650 verbinden.

Die Helmut-Kohl-Allee selbst soll nach Angaben der Stadt Anfang der 2030er-Jahre den Verkehr durch das Ludwigshafener Stadtgebiet führen. Nach Angaben der Stadtverwaltung liegen die Arbeiten derzeit im vorgesehenen Kosten- und Zeitplan.

Die Westbrücke ist damit ein wichtiger Baustein für die künftige Verkehrsführung in Ludwigshafen. Bis zur geplanten Befahrbarkeit im Sommer 2028 müssen die weiteren Arbeiten an der Brücke und an der Helmut-Kohl-Allee fortgesetzt werden.