Die BASF hebt ihr Ergebnisziel für 2026 erneut an. Der Chemiekonzern mit Sitz in Ludwigshafen teilte am Mittwoch, 28. Oktober, mit, dass das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) nun zwischen 7,4 und 7,8 Milliarden Euro liegen soll. Zuvor hatte der Vorstand 6,9 bis 7,7 Milliarden Euro erwartet.
Auslöser für die neue Prognose ist nach Angaben des Unternehmens das besser als erwartete dritte Quartal. BASF verweist dabei auf die Entwicklung ihrer Kerngeschäfte seit Jahresbeginn. Bereits im Sommer hatte der Konzern sein Ziel für das Gesamtjahr angehoben.
Operatives Ergebnis und Umsatz legen zu
Im dritten Quartal stieg das operative Ergebnis auf 1,64 Milliarden Euro. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte BASF 1,43 Milliarden Euro erreicht. Der Umsatz wuchs um 14,2 Prozent auf 16,36 Milliarden Euro. Als Gründe nennt der Bericht höhere Preise und größere Mengen.
Beim Gewinn zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Der den Aktionären zurechenbare Gewinn sank um knapp zehn Prozent auf 155 Millionen Euro. Nach Angaben des Unternehmens belasteten unter anderem Kosten für den Konzernumbau das Ergebnis.
Das bereinigte EBITDA des Vorjahres hatte bei 6,6 Milliarden Euro gelegen. Analysten hatten für 2026 im Durchschnitt mit 7,6 Milliarden Euro gerechnet. Damit liegt die neue BASF-Spanne sowohl über der früheren Unternehmensprognose als auch in etwa auf dem Niveau der Erwartungen.
Vorstand sieht „starke Entwicklung“ der Kerngeschäfte
BASF-Vorstandsvorsitzender Markus Kamieth begründete die Anpassung mit der Geschäftsentwicklung seit Jahresbeginn.
„Diese starke Entwicklung unserer Kerngeschäfte seit Jahresbeginn gibt uns die Zuversicht, die Prognose für das EBITDA vor Sondereinflüssen zu präzisieren und nach oben anzupassen“
Der freie Finanzmittelzufluss soll im laufenden Jahr weiterhin zwischen 1,5 und 2,3 Milliarden Euro liegen. Im Vorjahr hatte BASF rund 1,3 Milliarden Euro erzielt.
Energiepreise und Konzernumbau bleiben Belastungen
Die deutsche Chemiebranche profitierte dem Bericht zufolge davon, dass der Iran-Krieg energieabhängige Wettbewerber in Asien traf. Dadurch verlagerte sich Nachfrage zu Unternehmen in Europa. BASF konnte deshalb teilweise höhere Preise durchsetzen.
Gleichzeitig bleiben die Rahmenbedingungen schwierig. Hohe Energiepreise belasten die Chemiebranche weiter. BASF setzt nach Angaben des Berichts auf einen Konzernumbau, Sparprogramme und Stellenabbau.
Zusätzlich hat der Ludwigshafener Konzern seine Offerte im Ringen um den Spezialchemiekonzern Evonik aus Essen aufgestockt. Weitere konkrete Angaben zum Stand dieses Verfahrens oder zu möglichen Auswirkungen auf den Standort Ludwigshafen enthält der Bericht nicht.