Bei BASF in Ludwigshafen richtet sich der Blick auf die Zahlen für das dritte Quartal: Der weltgrößte Chemiekonzern will am Mittwoch Umsatz und Gewinn vorlegen. Gleichzeitig wächst das Interesse daran, ob sich das Management zu den möglichen Übernahmeplänen für den Essener Spezialchemiekonzern Evonik äußert.

Die Veröffentlichung ist für den Ludwigshafener Dax-Konzern ein wichtiger Finanz-Check. BASF versucht, sich mit einem Konzernumbau, Sparprogrammen und Stellenabbau gegen die weltweite Krise der Chemieindustrie zu stemmen. Die nun vorgelegten Ergebnisse sollen damit auch zeigen, wie belastbar die finanzielle Situation des Unternehmens ist.

Telefonkonferenz am Mittwoch

BASF-Chef Markus Kamieth und Finanzvorstand Dirk Elvermann wollen in einer Telefonkonferenz über die Entwicklung berichten. Beginn ist um 10.30 Uhr. Nach Angaben im Bericht sollen sie erläutern, ob der Konzern seine Ziele erfüllt hat, und einen Ausblick auf das Jahresendgeschäft geben.

Erwartet wird außerdem eine Stellungnahme zu den Übernahmebemühungen um Evonik. Der Essener Konzern ist auf Spezialchemie ausgerichtet. Ob BASF bereits konkrete Aussagen zu dem Vorhaben macht, bleibt vor der Telefonkonferenz offen.

Vergleich mit dem Vorjahresquartal

Als Vergleichswert dienen die Ergebnisse aus dem dritten Quartal des vergangenen Jahres. Damals erzielte BASF einen Umsatz von 15,2 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen lag bei 1,54 Milliarden Euro.

Für Beschäftigte, den Standort Ludwigshafen und Geschäftspartner des Konzerns sind neben Umsatz und Ergebnis vor allem die Aussagen zum weiteren Umbau, zu den Sparmaßnahmen und zum Stellenabbau relevant. Die Telefonkonferenz soll zudem Hinweise darauf geben, wie BASF das Jahresendgeschäft einschätzt.