Nachweis im Rhein-Pfalz-Kreis

Im Rhein-Pfalz-Kreis ist die bundesweit erste einheimische Infektion mit dem West-Nil-Virus im Jahr 2026 nachgewiesen worden. Nach Angaben der Kreisverwaltung war die betroffene Person nicht im Ausland; die Ansteckung erfolgte höchstwahrscheinlich durch einen Mückenstich.

Das Robert Koch-Institut bestätigte laut dem Bericht, dass es sich um eine autochthone Infektion handelt, also um eine Ansteckung innerhalb Deutschlands. Die betroffene Person sei nicht ansteckend; der Nachweis sei zufällig erfolgt.

Übertragung und mögliche Erkrankung

Das West-Nil-Virus wird hauptsächlich durch Stechmücken übertragen, die das Virus zuvor von wildlebenden Vögeln aufgenommen haben. Laut RKI entwickeln etwa 20 Prozent der Infizierten eine fieberhafte, grippeähnliche Erkrankung. Rund jede hundertste infizierte Person erkrankt dem Bericht zufolge schwer.

Eine spezifische Therapie oder einen Impfstoff gibt es bislang nicht. Im Jahr 2025 wurden laut RKI vier einheimische Übertragungen in Deutschland gemeldet.

Schutz vor Mückenstichen

Das RKI empfiehlt an Orten mit bekannter Mückenbelastung lange Kleidung und Insektenabwehrmittel. Zusätzlichen Schutz können Moskitonetze und Fenstergitter bieten. Im Wohnumfeld sollten stehende Wasseransammlungen, etwa in Eimern, Untersetzern oder verstopften Dachrinnen, beseitigt werden, da Stechmücken dort ihre Eier ablegen.