Eine besondere Straßenbahnfahrt verbindet am Samstag, 26. September 2026, Ludwigshafen und Mannheim: Die Straßenbahn der Kinderrechte fährt von 10 bis 14 Uhr durch beide Städte. Unter dem Motto „Gemeinsam für morgen! – Kinderrechte sichern, Umwelt schützen!“ sind Kinder, Jugendliche und Familien eingeladen, kostenlos einzusteigen.
Der Einstieg in Ludwigshafen ist um 10.15 Uhr an der Haltestelle Rheingönheim Neubruch. Am Berliner Platz hält die Bahn um 11.26 Uhr. Anschließend fährt sie über die Haltestellen Universität und Schloss zum Paradeplatz und weiter durch Mannheim. Kurz vor 13 Uhr kommt die Straßenbahn wieder in Ludwigshafen an; um 14 Uhr endet die Fahrt erneut in Rheingönheim.
Mitmachangebote in der Bahn und an den Haltestellen
In der Straßenbahn gibt es kreative Mitmachangebote, gemeinsames Singen und die Möglichkeit, mit Lego eigene Kinderstädte zu bauen. Ein Kinderrechte-Quiz und eine fahrende Ausstellung sollen den Zugang zu den Kinderrechten spielerisch vermitteln.
An ausgewählten Haltestellen werden Snacks angeboten. Außerdem können Besucherinnen und Besucher die Klimaschutzagentur und die Jugendfarm besuchen. Ab 14 Uhr gibt es zusätzlich ein Angebot, Fahrradfahren zu lernen. Der genaue Fahrplan und das vollständige Programm sind laut Veranstalter auf www.lu4u.de abrufbar.
Kinderrechte und Klimaschutz im Mittelpunkt
Die Veranstalter stellen den Zusammenhang zwischen Umwelt- und Klimakrise sowie den Rechten von Kindern heraus. Umweltzerstörung, Luftverschmutzung, Hitze, Wasserknappheit und Extremwetter könnten Gesundheit, Entwicklung und Zukunftschancen junger Menschen beeinträchtigen.
„Damit wird deutlich, dass der Schutz der Umwelt und des Klimas untrennbar mit der Verwirklichung der Kinderrechte verbunden ist.“
Das sagt der Ludwigshafener Beigeordnete Lars Pletscher. Er will während der Fahrt gemeinsam mit dem Mannheimer Bildungsbürgermeister Dirk Grunert mit Kindern ins Gespräch kommen. Pletscher zufolge soll die Straßenbahn Kinder, Jugendliche und Erwachsene spielerisch sensibilisieren. Zugleich sollen Institutionen dazu ermutigt werden, Kinderrechte in ihre Arbeit einzubeziehen und entsprechende Projekte umzusetzen.
Hintergrund ist der General Comment Nr. 26 zur UN-Kinderrechtskonvention. Er betont das Recht von Kindern auf eine gesunde, saubere und nachhaltige Umwelt und formuliert staatliche Verpflichtungen zum Schutz heutiger und künftiger Generationen.
„Gerade in den Kommunen, in denen Kinder und Jugendliche aufwachsen, zeigt sich ganz konkret, wie Kinderrechte gelebt und umgesetzt werden.“
Mit diesen Worten verweist Dirk Grunert auf die Bedeutung kommunaler Beteiligung und des gemeinsamen Blicks auf Kinderrechte, Kinderschutz sowie Klima- und Umweltschutz.
30 Jahre Zusammenarbeit zwischen Ludwigshafen und Mannheim
Die Fahrt steht außerdem im Zeichen der bilateralen Kinder- und Jugendpolitik. Die Straßenbahn der Kinderrechte war bereits 2010 in Ludwigshafen und Mannheim sowie 2014 in Ludwigshafen unterwegs. 2026 wird der 30. Geburtstag des Kinder- und Jugendbüros der Stadt Ludwigshafen und der Kinderbeauftragten der Stadt Mannheim gefeiert. Damit erinnert die Aktion zugleich an 30 Jahre Zusammenarbeit bei der kommunalen Umsetzung der UN-Kinderrechte.
Beteiligt sind unter anderem Einrichtungen der Jugend- und Stadtteilarbeit, die Jugendkunstschule UnArtig, das Wilhelm-Hack-Museum, die Jugendfarm Pfingstweide, die Jugendfreizeitstätte Ruchheim, das Spielhaus Hemshofpark, UNICEF Mannheim-Ludwigshafen, die Klimaschutzagentur Mannheim und das Projekt GreenDEMO der Stadt Mannheim.