Die Zukunft der Stadtklinik Frankenthal ist aus Sicht des Bundestagsabgeordneten Armin Grau nicht allein eine Frage der Krankenhausplanung. Entscheidend sei auch, wie sich eine mögliche Umwandlung zur Regioklinik auf die Fahrzeiten der Rettungsdienste auswirken würde. Grau fordert deshalb eine klare Stellungnahme des Landes.
Grau, der für den Wahlkreis Ludwigshafen/Frankenthal im Bundestag sitzt, hat die Krankenhausreform während der Ampelkoalition mitverhandelt. Aus dieser Reform gingen die Regiokliniken hervor. Im Interview mit der RHEINPFALZ erläutert er seine Einschätzung zur Lage der Stadtklinik Frankenthal.
Rettungswege als entscheidender Punkt
Ob Frankenthal zu einer Regioklinik werden kann, macht Grau ausdrücklich von den Fahrzeiten der Rettungsdienste abhängig. Damit rückt neben der strukturellen Zukunft des Hauses auch die praktische Erreichbarkeit medizinischer Versorgung in den Mittelpunkt.
Grau ist Mediziner und Schlaganfall-Experte. Mehrere Jahre leitete er die Neurologische Klinik im Klinikum Ludwigshafen; außerdem war er dort vier Jahre lang Ärztlicher Direktor. Als Mitglied des Gesundheitsausschusses der Bundesregierung führte er die Verhandlungen zur Krankenhausreform mit.
Forderung an die Landesregierung
Zur weiteren Planung der Stadtklinik verlangt Grau eine politische Klärung. Seine zentrale Aussage zur Rolle des Landes lautet: „Da muss das Land Rede und Antwort stehen“.
Die Debatte über die Klinik wird in Frankenthal bereits öffentlich geführt. Zur Petition für den Erhalt der Stadtklinik wurde laut der verlinkten Berichterstattung das notwendige Quorum erreicht. Zudem gingen Beschäftigte der Stadtklinik in Frankenthal auf die Straße. Das zuständige Ministerium wies derweil die Kritik an den Plänen zurück und erklärte, es handele sich nicht um eine Herabstufung.