In der Ludwigshafener SPD wächst der Unmut über die Führung der Bundespartei. Einer der größten Ortsvereine der Stadt fordert nach einem Bericht der DIE RHEINPFALZ den Rücktritt der Parteivorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas.
Die Forderung wird mit der aus Sicht der Parteibasis schlechten politischen Entwicklung begründet. Im Mittelpunkt stehen bescheidene Umfragewerte, miserable Wahlergebnisse und ein weiterer Rückgang der Mitgliederzahlen. Der Unmut beschränkt sich dem Bericht zufolge nicht auf die Bundesebene: Die SPD gebe auch auf kommunaler und auf Landesebene kein gutes Bild ab.
Mitgliederschwund in Ludwigshafen
Besonders deutlich wird die Veränderung beim Blick auf die Mitgliederentwicklung in Ludwigshafen. Nach Angaben des Berichts hatte die SPD in der Stadt früher mehr als 8.000 Mitglieder. Heute sind es demnach nur noch knapp über 1.000.
Der Konflikt zeigt damit nicht nur eine Auseinandersetzung über die Parteispitze, sondern auch die angespannte Lage an der lokalen Basis. Laut DIE RHEINPFALZ rumort es dort bereits seit längerer Zeit.
Lokales Signal an die Parteiführung
Der betroffene Ortsverein zählt zu den größten SPD-Ortsvereinen in Ludwigshafen. Seine Forderung richtet sich direkt gegen die beiden Parteivorsitzenden Klingbeil und Bas. Welche konkreten Konsequenzen sich daraus für die Ludwigshafener SPD ergeben, geht aus dem vorliegenden Bericht nicht hervor.
Als sichtbares Bild für den Zustand der Partei zeigt der Bericht einen verwaisten SPD-Schaukasten am Eingang des Ebertparks. Der Ortsverein macht mit seinem Vorstoß deutlich, dass die Kritik an der Parteiführung inzwischen auch öffentlich aus Ludwigshafen vorgetragen wird.