Die Ornithologische Beobachtungsstation Altrhein, kurz ORBEA Ludwigshafen, organisiert im September mehrere Mitmachaktionen für den Natur- und Artenschutz. Die Einsätze finden im Rahmen der landesweiten „Wir schaffen was“-Tage statt, die vom 12. bis 20. September 2026 in der Metropolregion Rhein-Neckar stattfinden. Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Unternehmen und Kommunen sind dabei aufgerufen, sich gemeinsam für das Gemeinwohl zu engagieren.
Die ORBEA beteiligt sich mit mehreren praktischen Naturschutzprojekten. Bei den Aktionen geht es unter anderem um die Pflege von Lebensräumen, die Zurückdrängung invasiver Pflanzen und den Erhalt von Nist- und Biotopstrukturen. Nach Angaben des Beitrags sollen sich auch Mitarbeitende regionaler Unternehmen an einzelnen Einsätzen beteiligen können.
Erster Einsatz am 12. September im Maudacher Bruch
Den Auftakt bildet am Samstag, 12. September, eine Pflegeaktion an der ORBEA-Station im Maudacher Bruch. Dort werden überwuchernde Pflanzen zurückgeschnitten. Als Beispiel nennt die ORBEA Efeu. Außerdem soll das Drüsige Springkraut entfernt werden. Die Pflanze gilt in dem Beitrag als invasive Art, deren Ausbreitung heimische Lebensräume beeinträchtigen kann.
Zusätzlich wollen die Helferinnen und Helfer Nistmöglichkeiten kontrollieren und pflegen. Damit verbindet der Einsatz konkrete Arbeiten an der Vegetation mit der Betreuung von Strukturen, die Vögeln und anderen Tieren als Brut- oder Rückzugsort dienen können.
Weitere Arbeiten im Maudacher Bruch
Am Sonntag, 13. September, ist ein weiterer Einsatz im Maudacher Bruch vorgesehen. Im Mittelpunkt stehen die Stärkung heimischer Lebensräume, die Förderung der Artenvielfalt und die Pflege wertvoller Biotopstrukturen. Auch bei diesem Termin sollen invasive Pflanzenbestände zurückgedrängt werden.
Ebenfalls am 13. September ist die ORBEA beim Wildpark-Erlebnistag mit einem Infostand vertreten. Dort informiert die Organisation über ihre Arbeit im regionalen Natur- und Artenschutz. Besucherinnen und Besucher sollen außerdem erfahren, wie sie sich selbst an Naturschutzprojekten beteiligen können.
Streuobstwiese und Neuhofener Altrhein
Ein weiterer Termin folgt am Samstag, 19. September, auf einer Streuobstwiese am Maudacher Friedhof. Die Pflegeaktion soll dazu beitragen, dieses artenreiche Element der Kulturlandschaft zu erhalten. Geplant sind Rückschnittarbeiten, die Pflege junger Bäume und Vorbereitungen für künftige Pflanzungen.
Am Sonntag, 20. September, führt die ORBEA einen Arbeitseinsatz am Neuhofener Altrhein bei Altrip durch. Durch Mahd, Freischneidearbeiten und die Entfernung von Gehölzaufwuchs sollen offene Ufer- und Wiesenbereiche gesichert werden. Diese Flächen bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum.
Die vier Termine verteilen sich damit auf unterschiedliche Landschaftsbereiche im Umfeld Ludwigshafens: vom Maudacher Bruch über die Streuobstwiese am Maudacher Friedhof bis zum Neuhofener Altrhein. Für Interessierte besteht die Möglichkeit, sich nur an einzelnen Aktionen zu beteiligen.
Engagement-Tage bringen verschiedene Gruppen zusammen
Die „Wir schaffen was“-Tage werden im Ausgangsbeitrag als eines der größten regionalen Engagement-Formate der Metropolregion Rhein-Neckar beschrieben. Vom 12. bis 20. September kommen Freiwillige, Vereine, Unternehmen und Kommunen bei unterschiedlichen Projekten zusammen. Auch im vergangenen Jahr war die ORBEA dem Beitrag zufolge aktiv: Damals gab es eine Aktion mit Mitarbeitenden der BASF im Ebertpark.
Die aktuellen Einsätze sollen nicht nur konkrete Pflegearbeiten ermöglichen. Die ORBEA möchte nach eigenen Angaben möglichst viele Menschen für ein aktives Mitwirken gewinnen und den Blick für die Bedeutung der Biodiversität im eigenen Lebensumfeld schärfen. Die Organisation versteht die Aktionen damit auch als Gelegenheit, ihre praktische Arbeit vorzustellen und neue Unterstützerinnen und Unterstützer zu erreichen.
ORBEA arbeitet vollständig ehrenamtlich
Die Ornithologische Beobachtungsstation Altrhein wurde 1960 in Ludwigshafen gegründet. Seit mehr als sechs Jahrzehnten engagiert sie sich für den Schutz von Vögeln, die biologische Vielfalt und natürliche Lebensräume im urbanen und industriellen Umfeld. Getragen wird die Organisation ausschließlich von Ehrenamtlichen.
Zu den Aufgaben gehören die Pflege von Nistkästen, der Schwalbenschutz, Umweltbildung, Forschungskooperationen und politisches Engagement. Nach Angaben im Beitrag betreut die ORBEA heute mehr als 2.000 Nistkästen und über 600 Schwalbennester. Außerdem arbeitet sie mit Unternehmen und Universitäten zusammen. Jährlich bietet sie zahlreiche Exkursionen, Vorträge und Schulprojekte an.
Finanziert und ermöglicht wird die Arbeit durch Spenden, Kooperationen und praktische Unterstützung. Interessierte können sich über die Engagement-Plattform wir-schaffen-was.de für einzelne Aktionen anmelden. Weitere Informationen zur ORBEA sind unter www.orbea-lu.de verfügbar.
Als Kontakte nennt der Beitrag die E-Mail-Adressen [email protected] und [email protected] sowie die WhatsApp-Nummer +49 152 06947972. Die ORBEA-Station befindet sich im Maudacher Bruch. Für die Notfall-Wildtierhilfe wird die Telefonnummer 0160-99164962 angegeben.