Wie können wichtige Verkehrsprojekte trotz knapper Kassen vorankommen? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Gesprächs zwischen dem Landtagsabgeordneten Michael Wagner (CDU) und Landrat Volker Knörr. Die beiden Politiker trafen sich am 5. November 2026 in der Kreisverwaltung des Rhein-Pfalz-Kreises in Ludwigshafen zu einem ausführlichen Gedankenaustausch.
Besprochen wurden aktuelle Infrastrukturvorhaben, die finanzielle Lage des Rhein-Pfalz-Kreises und Projekte, die für Städte und Gemeinden in der Region von Bedeutung sind. Dabei ging es auch um den grundsätzlichen Zielkonflikt zwischen steigenden Anforderungen, begrenzten finanziellen Spielräumen und einem hohen Sanierungsbedarf bei Straßen und Brücken.
Radweg zwischen Harthausen und Schwegenheim nimmt Fahrt auf
Ein Schwerpunkt war der geplante Radweg zwischen Harthausen und Schwegenheim. Wagner setzt sich nach Angaben der Quelle bereits seit mehreren Jahren für die Verwirklichung des Projekts ein. Inzwischen kommt das Vorhaben demnach langsam voran. Aktuell muss zunächst das erforderliche Baurecht geschaffen werden.
Damit ist der Radweg noch nicht fertiggestellt. Der nächste entscheidende Schritt besteht vielmehr darin, die rechtlichen Voraussetzungen für die spätere Umsetzung zu schaffen. Konkrete Angaben zu einem Baubeginn oder zu einem Fertigstellungstermin wurden nicht genannt.
Arbeiten an der Bahnunterführung in Schifferstadt
Auch die Bahnunterführung in Schifferstadt war Thema des Austauschs. Derzeit konzentrieren sich die Arbeiten dort auf den Einbau der Pumpentechnik. In den folgenden Bauabschnitten sollen vor allem der Straßen- und Radwegebau sowie die dafür erforderlichen Tiefbauarbeiten umgesetzt werden.
Darüber hinaus wurde der Neubau der Kreisverwaltung in Schifferstadt erörtert. Das Projekt gehört zu den Vorhaben, die im Gespräch als für die Region bedeutsam eingeordnet wurden. Weitere Einzelheiten zum Zeitplan oder zu den Kosten wurden in der Mitteilung nicht genannt.
Kreisfinanzen und Folgen der B-9-Sperrung
Mit Blick auf die Finanzen betonten Wagner und Knörr, dass die Finanzierbarkeit der Ausgaben angesichts wachsender Anforderungen und begrenzter Mittel ständig berücksichtigt werden müsse. Gleichzeitig dürfe der erhebliche Sanierungsbedarf bei der öffentlichen Infrastruktur nicht aus dem Blick geraten. Besonders bei Straßen und Brücken bestehe großer Handlungsbedarf.
Angesprochen wurde außerdem die inzwischen aufgehobene Sperrung der B 9 bei Speyer. Die Einschränkungen hatten laut Mitteilung erhebliche Auswirkungen auf zahlreiche Pendlerinnen und Pendler sowie auf die Wirtschaft in der Region. Die Aufhebung der Sperrung wurde im Gespräch damit als ein weiteres wichtiges Verkehrsthema eingeordnet.
Zum Abschluss unterstrichen beide Politiker die Bedeutung des regelmäßigen Austauschs zwischen Landespolitik und kommunaler Ebene. Wagner dankte Knörr für das offene und konstruktive Gespräch. Der Austausch habe erneut gezeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit von Kreis, Kommunen und Landespolitik sei, um vor Ort Prioritäten zu setzen und tragfähige Lösungen zu entwickeln.