Mehr als 30 Feuerwehrleute sind in Ludwigshafen für langjährigen Einsatz ausgezeichnet worden. Bei der traditionellen Ehrungsfeier im Feierabendhaus erhielten Angehörige der Berufsfeuerwehr, der Werkfeuerwehren und der Freiwilligen Feuerwehren Ehrenzeichen in Gold, Silber und Bronze – für 15, 25, 35 und sogar 45 Dienstjahre.

Die Ehrungen fanden vor dem Hintergrund eines arbeitsreichen Jahresbeginns 2026 statt. Die Feuerwehrleute waren unter anderem bei Unfällen mit Pkw und Lkw, überfluteten Kellern, Wohnungs- und Flächenbränden, Giftstoffen im Boden sowie entgleisten Straßenbahnen gefordert. Oberbürgermeister Klaus Blettner (CDU) übernahm die Auszeichnungen gemeinsam mit dem Leiter der Berufsfeuerwehr, Stefan Bruck, sowie den Leitern der Werkfeuerwehren Sven Tremmel von Raschig und Martin Kalle von BASF.

Martin Meinhardt seit 45 Jahren im Einsatz

Im Mittelpunkt stand Martin Meinhardt von der Berufsfeuerwehr. Für 45 Jahre Einsatz erhielt er das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold mit Eichenlaub. Sein Kollege Stefan Konradt konnte die Auszeichnung nicht persönlich entgegennehmen.

Der heute 57-jährige Meinhardt begann bei der Jugendfeuerwehr in Oppau. Über den aktiven Zug der Freiwilligen Feuerwehr führte sein Weg zur Berufsfeuerwehr. Dort arbeitet er inzwischen als Leiter der Ausbildung und Einsatzvorbereitung im Führungsdienst.

„Feuerwehr war schon mein Kindheitstraum“

Als besondere Stärke seines Berufs nannte Meinhardt den Zusammenhalt. Erfolge seien nur im Team möglich, sagte er. Auch familiärer Rückhalt sei wichtig, weil Feuerwehrleute immer wieder für Einsätze von zu Hause weggerufen würden und Partnerinnen und Partner dabei oft in Sorge zurückblieben.

Dank an Familien und Feuerwehrfamilie

Oberbürgermeister Blettner betonte, hinter der Dienstzeit der Feuerwehrleute stehe auch ein erheblicher Teil des Lebens ihrer Familien. Die Feuerwehren stünden täglich für die Sicherheit der Menschen in Ludwigshafen ein. Auf die Einsatzkräfte sei Verlass, wenn Gefahren abgewehrt, Menschen gerettet oder Güter geschützt werden müssten.

Gastgeber Martin Kalle verwies auf die besonderen Anforderungen der Gefahrenabwehr am Einsatzort Ludwigshafen. Auch die Erinnerung an das Unglück im Nordhafen vor zehn Jahren zeige den Zusammenhalt der Feuerwehren. Die Geehrten hätten allein rund 5,9 Millionen Stunden für die Sicherheit in der Stadt geleistet – einschließlich zahlreicher Übungsstunden zu Land und zu Wasser.

Stefan Bruck vor dem Ende seiner Dienstzeit

Für Stefan Bruck war es der letzte Ehrenabend als Leiter der Ludwigshafener Feuerwehr. Nach 33 Jahren bei der Berufsfeuerwehr und seiner vorherigen Zeit bei der Freiwilligen Feuerwehr endet seine Dienstzeit zum Jahresende. Bruck sprach trotz dieses bevorstehenden Abschieds vor allem mit Stolz über die Kolleginnen und Kollegen und bezeichnete die Feuerwehr als große Familie.

Unter den Geehrten war mit Victoria Armbrust von der Einheit Ruchheim auch eine Feuerwehrfrau. Ihre Auszeichnung steht laut Bericht dafür, dass Frauen in Ludwigshafen zunehmend in einer lange von Männern geprägten Feuerwehr vertreten sind.