In Ludwigshafen steht die Altersversorgung vieler Beschäftigter vor einer großen Bewährungsprobe: Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert, dass Menschen nach 45 Beitragsjahren weiterhin ohne Abschläge in Rente gehen können. Anlass ist die geplante Rentenreform, vor deren möglichen Folgen die Gewerkschaft warnt.

Nach Angaben der NGG werden in Ludwigshafen in den kommenden Jahren durchschnittlich rund 1.230 Beschäftigte pro Jahr in Rente gehen. Bis zum Jahr 2035 sollen insgesamt etwa 35.000 Menschen im Ruhestand sein. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf Berechnungen des Pestel-Instituts.

NGG sieht frühe Berufseinsteiger benachteiligt

Besonders im Blick hat die NGG Beschäftigte, die früh ins Berufsleben eingestiegen sind. Nach Auffassung der Gewerkschaft dürfen diese Menschen durch Änderungen bei der Altersversorgung nicht benachteiligt werden. Die Forderung nach einem abschlagsfreien Rentenbeginn nach 45 Beitragsjahren soll deshalb auch unter den Bedingungen der geplanten Reform bestehen bleiben.

Was die Forderung für Ludwigshafen bedeutet

Die genannten Zahlen zeigen, dass das Thema viele Beschäftigte in der Stadt betrifft: Im Durchschnitt steht jährlich der Übergang von rund 1.230 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in den Ruhestand bevor. Bis 2035 summiert sich die von der NGG genannte Zahl auf etwa 35.000 Menschen.

Ob und in welcher Form die Rentenreform umgesetzt wird, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor. Fest steht nach der Darstellung der NGG jedoch ihre zentrale Forderung: 45 Beitragsjahre sollen weiterhin einen Ruhestand ohne Abschläge ermöglichen.