Wie viel sind Ludwigshafens internationale Kontakte wert? Diese Frage hat im jüngsten Partnerschaftsausschuss für unterschiedliche Einschätzungen gesorgt. Im Mittelpunkt standen dabei sowohl die Finanzierung der Städtepartnerschaften als auch die personelle Organisation in der Stadtverwaltung.
Eine zusätzliche Planstelle für den Bereich Städtepartnerschaften wird es nach dem Willen von Oberbürgermeister Klaus Blettner zunächst nicht geben. Die Grünen hatten kurzfristig beantragt, den Aufgabenbereich im Büro des Oberbürgermeisters mit einer weiteren Stelle auszustatten. Blettner lehnte den Vorschlag ab.
Debatte im Partnerschaftsausschuss
Der Oberbürgermeister reagierte auf den Antrag mit einem ironischen Kommentar. Wörtlich sagte Klaus Blettner: „Ich freue mich, dass sich die Grünen Gedanken zur Arbeitsverteilung in meinem Büro machen.“
Damit ist die Diskussion über die Bedeutung der Städtepartnerschaften jedoch nicht beendet. Während eine zusätzliche Stelle abgelehnt wird, könnte das Budget für die Pflege der internationalen Beziehungen wachsen. Wie hoch eine mögliche Aufstockung ausfällt und ob sie beschlossen wird, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.
Internationale Kontakte der Stadt
Die Partnerschaften werden in Ludwigshafen als wichtiger Bestandteil der internationalen Kontakte der Stadt beschrieben. Ein Beispiel für den Austausch gab es bereits aus der ukrainischen Partnerstadt Swjahel: Von dort war ein Jugendchor zu Gast in Ludwigshafen.
Die jüngste Ausschusssitzung zeigt damit einen Zielkonflikt: Die Stadt möchte ihre Partnerschaften weiter pflegen, muss aber zugleich über den dafür nötigen finanziellen und personellen Rahmen entscheiden. Fest steht nach der Sitzung, dass der Oberbürgermeister eine zusätzliche Stelle in seinem Büro ablehnt. Mehr Geld für den Bereich bleibt dagegen als mögliche Option im Gespräch.