Zum Reformationstag richtet der Ludwigshafener Dekan Paul Metzger den Blick auf die Zukunft der christlichen Kirchen. Angesichts sinkender Mitgliederzahlen hält er Reformen für unausweichlich und fordert ein entschlosseneres Vorgehen.
Die zentrale Frage lautet, wie Martin Luther auf die heutigen Veränderungen in der Evangelischen Kirche der Pfalz reagieren würde. Metzger glaubt, Luther hätte die Reformen unterstützt und den kirchlichen Auftrag auch unter schwierigen Bedingungen weiterverfolgt.
Metzger: Luther hätte nicht gezögert
Auf die Frage, was Luther von den aktuellen Reformen halten würde, antwortet der protestantische Dekan: „Ich denke, er wäre sehr dafür, denn wir wollen den kirchlichen Auftrag in einer sehr schwierigen Zeit weiterführen.“
Metzger beschreibt Luther dabei als jemanden, der Veränderungen unmittelbar angepackt hätte. „Luther wäre zupackend, nicht zaudernd und deutlich direkter als wir heute“, sagt der Dekan.
Sinkende Mitgliederzahlen erhöhen den Reformdruck
Nach Einschätzung Metzgers verlieren die christlichen Kirchen Mitglieder. Diese Entwicklung betrifft den Ausgangstext zufolge sowohl Katholiken als auch Protestanten und erhöht den Druck, die kirchlichen Strukturen und die eigene Arbeit weiterzuentwickeln.
Der Reformationstag dient damit als Anlass für eine Debatte über den künftigen Kurs der Kirche. Metzgers Botschaft: In einer schwierigen Zeit brauche es Mut zu Veränderungen, damit der kirchliche Auftrag fortgeführt werden könne.