Ludwigshafen. Die AfD verfügt im Ludwigshafener Stadtrat derzeit über zwölf von insgesamt 60 Sitzen. Pascal Bähr, der neun Jahre lang Mitglied der Partei war und sie inzwischen verlassen hat, will nach seiner Rückkehr in seine Heimatstadt wieder politisch Flagge zeigen.

Seine Einschätzung zur Entwicklung der AfD fällt deutlich aus. Bähr sagt, die „Brandmauer“ sei gefallen, und warnt vor einer zunehmenden Radikalisierung der Inhalte. Als maßgeblichen Einfluss nennt er Björn Höcke.

Bähr sieht Höcke als bestimmenden Einfluss

Nach Aussage des ehemaligen AfD-Mitglieds bestimme Höcke inzwischen die Radikalität der Inhalte. Damit verbindet Bähr nach dem vorliegenden Bericht eine grundsätzliche Sorge um die politische Entwicklung und den Umgang mit demokratischen Grenzen.

Besonders eindringlich äußert sich Bähr zu einem möglichen politischen Aufstieg des AfD-Politikers Ulrich Siegmund in Sachsen-Anhalt. Auf die Frage, was die mögliche Schlagzeile „Ulrich Siegmund wird neuer Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt“ bei ihm auslösen würde, antwortet Bähr mit großer Besorgnis.

Sorge um die demokratische Zivilgesellschaft

„Grauen und Horror – und große Sorgen um die demokratische Zivilgesellschaft in Sachsen-Anhalt“: So beschreibt Bähr seine Reaktion. Der Ludwigshafener Beitrag ordnet seine Aussagen damit in die Debatte über die politische Abgrenzung zur AfD und deren innerparteiliche Entwicklung ein.

Konkrete neue politische Funktionen oder ein angekündigtes Amt Bährs in Ludwigshafen nennt der vorliegende Bericht nicht. Fest steht laut Quelle lediglich, dass der frühere AfD-Angehörige nach seiner Rückkehr in die Stadt erneut politisch aktiv werden möchte. Weitere Angaben zum Zeitpunkt oder zu einem konkreten Vorhaben enthält das bereitgestellte Material nicht.