In der Ludwig-Wolker-Freizeitstätte in Ludwigshafen-Süd hat es einen Stabwechsel gegeben: Andreas Massion ist nach knapp 20 Jahren als Leiter in den Ruhestand gegangen. Seine Nachfolgerin ist Marta Szewcyk, die das Haus und viele seiner Besucher bereits seit Jahren kennt.

Die Freizeitstätte ist mittlerweile 64 Jahre alt. Bis zu 60 Kinder und Jugendliche kommen täglich in die Einrichtung. Szewcyk arbeitet dort seit acht Jahren und ist den jungen Besucherinnen und Besuchern deshalb bestens bekannt. Massion hält sie für eine gute Wahl, um die Leitung zu übernehmen.

Nachfolgerin seit acht Jahren im Haus

Seinen eigenen Namen erklärte Massion neuen Gesprächspartnern gern mit einem Wortspiel: „Massion, so wie Mission, nur eben mit a“. Bei der Nachfolgerin dürfte die Schreibweise des Nachnamens nach Einschätzung des bisherigen Leiters schwieriger sein. Von ihren Fähigkeiten ist er jedoch überzeugt.

„Sie hat es im Kopf, sie hat zwei gesunde Augen, mit denen sie sieht, wo etwas fehlt, hat zwei gesunde Hände, mit denen sie zupacken kann, und sie hat ein großes Herz für die Kinder, die sie schon ins Herz geschlossen haben“

Szewcyk selbst äußerte sich zurückhaltend zu ihrer neuen Aufgabe: „Ich freue mich, dass ich das Haus übernehmen darf und danke Andreas für die Zusammenarbeit in den letzten Jahren.“ Der Beigeordnete Lars Pletscher (CDU), zu dessen Zuständigkeiten auch die Bereiche Kinder und Bildung gehören, wünschte ihr für die Leitung viel Erfolg.

Freizeitstätte war im Stadtteil präsent

Ortsvorsteher Christoph Heller (CDU) verabschiedete Massion im Namen des Stadtteils. Er würdigte ihn als Ansprechpartner, der für die Anliegen der Menschen stets ein offenes Ohr gehabt habe. Ob Hafenfest oder andere Aktivitäten in Ludwigshafen-Süd: Die Freizeitstätte und ihr Leiter seien im Stadtteil präsent gewesen.

Heller betonte außerdem Massions Loyalität und Verlässlichkeit. Diese habe sich nicht nur in Süd gezeigt, sondern auch im Behindertenbeirat, bei der IG West und im Austausch mit den Beschäftigten anderer Ludwigshafener Jugendeinrichtungen. Massion beschrieb sein Verständnis von Stadtteilarbeit als Zusammenhalt. Zum Abschied brachte er diesen Gedanken mit dem Lied „En unserem Veedel“ der Bläck Fööss zum Ausdruck.

Ganz aus dem Umfeld der Freizeitstätte verschwindet Massion allerdings nicht. Heller kündigte an, weiterhin von ihm zu hören, und lud sowohl den Ruheständler als auch seine Nachfolgerin zu künftigen Aktivitäten ein. Dazu zählen das nächste Hafenfest und – in Hellers Funktion als Präsident des Großen Rates – der große Fasnachtsumzug Mannheim-Ludwigshafen.

Sozialarbeiter wird gesucht

Eine personelle Lücke bleibt zunächst bestehen. In der Freizeitstätte gibt es drei Stellen; durch Massions Ausscheiden ist eine davon unbesetzt. Nach Angaben des bisherigen Leiters läuft bereits die Suche nach einem neuen Sozialarbeiter.

Auch Alt-Pfarrer Hubert Münchmeyer sprach bei der Übergabe seinen Segen für den Neu-Pensionär und die Nachfolgerin aus. Er zeigte sich überzeugt, dass die Einrichtung auch künftig in guten Händen bleibt.