Ludwigshafen. Ein ungewöhnliches Fundbüro mitten in der Bismarckstraße lädt derzeit dazu ein, über persönliche Verluste und wiedergefundene Dinge im Leben zu erzählen. In einem geöffneten Schiffscontainer sammeln Menschen ihre Geschichten – nicht nur zu Gegenständen, sondern auch zu Orten, Gefühlen und Erinnerungen.

Ein Fundbüro mitten in der Fußgängerzone

Der Container steht in der Ludwigshafener Fußgängerzone und fällt durch sein geordnetes Chaos in Rosa auf. An einer Theke erhalten Besucherinnen und Besucher Karteikarten. In einem Fundbuch können sie eintragen, was sie verloren oder gefunden haben.

Das Projekt trägt den Namen „Lost & Found“. Im Mittelpunkt steht damit nicht allein die klassische Suche nach einem verlorenen Gegenstand. Die gesammelten Einträge zeigen vielmehr, was Menschen in Ludwigshafen vermissen oder für sich wiederentdeckt haben.

Von Kindheitsorten bis zur Selbstliebe

Die Themen reichen laut der Beschreibung des Projekts vom verschwundenen Ort der eigenen Kindheit bis zur gefundenen Selbstliebe. Das Fundbüro wird so zu einem Ort, an dem persönliche Erfahrungen in der Innenstadt sichtbar werden.

Zum Projekt gehört ein Säbelzahntiger als Maskottchen von Ruth Gilberger und Theresa Herzog. Die Wahl wird damit erklärt, dass der Säbelzahntiger ausgestorben ist. Zugleich verweist der Name „Smilodon“ auf das englische Wort „Smile“ und damit auf ein Lächeln.

Wie lange das Fundbüro in der Bismarckstraße bleibt und welche weiteren Einträge entstehen, geht aus der vorliegenden Mitteilung nicht hervor.