Am Ludwigshafener Hauptbahnhof sorgt eine ungewöhnliche Kunstaktion für neue Aufmerksamkeit: Die Kunsthaltestelle und ihr unterirdisches Umfeld werden mit kunterbunten Katzenköpfen und schrägem Humor belebt. Hinter der Aktion steht Helmut van der Buchholz, der sich auf diese Motive spezialisiert hat.
Zu sehen sind Katzen mit auffälligen Aufschriften wie Lebe einfach anders oder Ramadamadingdong. Die Installation setzt damit bewusst einen ironischen Akzent an einem Ort, der im Stadtbild sonst wenig repräsentativ wirkt.
Ironischer Blick auf einen schwierigen Ort
Der Hauptbahnhof und die Straßenbahnhaltestelle gelten laut Bericht nicht als Aushängeschilder Ludwigshafens. Die Kunstaktion wertet den als Unort beschriebenen Bereich auf, indem sie Reisende und Passanten mit ungewöhnlichen Bildern und humorvollen Botschaften empfängt.
Die Wirkung fällt besonders in der Umgebung des Bahnhofsvorplatzes auf: Bei großer Hitze wird der nahezu menschenleere Platz als beinahe surreale Szenerie beschrieben. Während am Freitagabend die Sonne noch unerbittlich glühte, hielt sich dort nur ein einsamer Radfahrer auf, der offenbar einen der wenigen Schattenplätze suchte.
Nachmachen ausdrücklich erwünscht
Die Aktion versteht sich nicht nur als einmaliger Hingucker. Der Bericht verbindet die Aufwertung des schwierigen Ortes ausdrücklich mit einer Einladung zum Nachmachen. Damit wird der Hauptbahnhof zum Beispiel dafür, wie Kunst, Ironie und eigene Ideen einen wenig beliebten öffentlichen Raum sichtbarer und freundlicher machen können.