Die Nähgruppe „Demenzdecken“ am Klinikum Ludwigshafen hat dem Projekt „Mahlzeit LU“ des Heinrich-Pesch-Hauses 500 Euro gespendet. Nach Angaben der Quelle stammt das Geld aus dem Verkauf selbstgenähter Fühldecken für die Betreuung von Menschen mit Demenz.

Decken sollen Menschen mit Demenz beschäftigen und aktivieren

Seit März 2017 treffen sich laut Quelle sechs bis acht Frauen einmal im Monat, um bunte Patchwork-Decken zu nähen. Dafür werden verschiedene Stoffarten mit Reißverschlüssen, Schnallen, Knöpfen, Glöckchen und Applikationen versehen.

Die unterschiedlichen Oberflächen und Zusatzelemente der Nesteldecken dienen laut Bericht der Beschäftigung, Wahrnehmung und Aktivierung von Demenzkranken. Sensorische und motorische Reize sollen Neugier wecken, die Aufmerksamkeit schulen sowie die Beweglichkeit von Händen und Fingern fördern.

„Mit den Nesteldecken können Therapeuten und Pflegende den Patienten eine sinnvolle Beschäftigung anbieten, denn während eines Krankenhausaufenthaltes fühlen sich viele Patienten mit der langen beschäftigungsfreien Zeit oft unwohl und gelangweilt“

„Mahlzeit LU“ verteilt kostenlose Mahlzeiten

Die Einnahmen aus dem Verkauf der Decken gehen laut Quelle vollständig an soziale Projekte. „Mahlzeit LU“ entstand während der Corona-Pandemie und ist ein Projekt des Heinrich-Pesch-Hauses.

Seit April 2020 wurden laut Bericht über 79.000 kostenlose Mahlzeiten an Bedürftige verteilt. Das ausschließlich über Spenden finanzierte Angebot öffnet aktuell samstags von 12 bis 13 Uhr. Die Mahlzeiten werden in der Küche des Pesch-Hauses frisch zubereitet und ohne Nachweis der Bedürftigkeit ausgegeben.

„Wir sind sehr dankbar, dass die Nähgruppe mit so viel Herzblut nicht nur Menschen mit Demenz hilft, sondern gleichzeitig Bedürftige in Ludwigshafen mit einer warmen Mahlzeit unterstützt“