Wer derzeit am Kiefweiher in Ludwigshafen Abkühlung sucht, sollte nicht ins Wasser gehen. Die Stadtverwaltung rät vorsorglich vom Baden ab, weil der Verdacht auf eine massenhafte Entwicklung von Cyanobakterien besteht. Die Organismen wurden früher als Blaualgen bezeichnet.
Nach Angaben der Stadt wurde das Landesamt für Umwelt informiert. Es soll in den nächsten Tagen die Wasserqualität überprüfen. Bis die Untersuchung abgeschlossen ist, bleibt die Empfehlung bestehen, den See nicht zum Schwimmen zu nutzen.
Welche Gesundheitsrisiken bestehen?
Cyanobakterien können laut Stadtverwaltung Gifte produzieren. Ein Kontakt mit belastetem Wasser kann demnach verschiedene gesundheitliche Folgen haben. Genannt werden Leberschädigungen, Reizungen der Haut und Schleimhäute sowie Brechdurchfall und Luftnot.
Die Warnung richtet sich nicht nur an Badegäste. Auch Hunde sollen nicht im Kiefweiher baden. Außerdem sollen sie nicht aus dem Gewässer trinken. Damit will die Stadt mögliche Gesundheitsrisiken für Menschen und Tiere vermeiden.
Wasserqualität wird geprüft
Derzeit handelt es sich um einen Verdacht, nicht um ein im Beitrag bestätigtes Untersuchungsergebnis. Ob und in welchem Umfang Cyanobakterien im Wasser vorhanden sind, soll die Prüfung des Landesamts für Umwelt klären. Weitere Angaben zum Ergebnis der Untersuchung oder zu einer möglichen Aufhebung der Warnung lagen in der Mitteilung noch nicht vor.
Die Stadt bittet Besucherinnen und Besucher daher, die Empfehlung ernst zu nehmen und bis auf Weiteres auf das Baden im Kiefweiher zu verzichten. Für Hunde gilt ebenfalls: Abstand zum Wasser halten und kein Wasser aus dem Weiher aufnehmen.