Der rheinland-pfälzische Bildungsausschuss befasst sich am 3. September 2026 mit der Situation an der Karolina-Burger-Realschule plus in Ludwigshafen. Grundlage ist ein Antrag der AfD-Fraktion, die nach eigenen Angaben Transparenz über Beschwerden, mögliche Gewalt und die Reaktion der Landesregierung herstellen will.

Den Antrag mit dem Titel „Karolina-Burger-Realschule plus in Ludwigshafen: Dienstaufsichtsbeschwerden und mutmaßliche Schutzgelderpressung“ hatte die Fraktion bereits am 2. Juni 2026 eingereicht. Er trägt die Vorlagennummer 19/24. Die im Antrag angesprochenen Vorwürfe sind damit Gegenstand politischer Fragen; aus dem vorliegenden Bericht ergibt sich keine bestätigte Feststellung der behaupteten Straftaten.

Bericht über angespannte Lage

Auslöser der aktuellen Debatte ist ein Bericht des SWR vom 17. August 2026. Darin wurde laut MRN-News von Unzufriedenheit unter Lehrkräften und personellen Veränderungen an der Schule berichtet. Zum Schulbeginn hätten sich demnach in der Spitze bis zu 15 Lehrkräfte an einem Tag krankgemeldet. Außerdem hieß es, der Direktor müsse gehen.

Nach Angaben des Berichts beantworteten weder das Bildungsministerium noch die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) die Fragen des SWR. Eine eigene Stellungnahme dieser Behörden ist im vorliegenden Material nicht enthalten.

Welche Antworten verlangt die AfD?

Joachim Paul, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz, will unter anderem wissen, was der Landesregierung über Gewalt durch Schülergruppen, das Abdrücken von Taschengeld sowie Ängste von Lehrkräften vor gewalttätigen Schülern und Eltern bekannt ist.

Darüber hinaus fragt die Fraktion, welche Schritte die Landesregierung unternimmt, um Informationen zu erhalten, und welche Pläne die Bildungsministerin zur Sicherung der körperlichen Unversehrtheit von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften verfolgt. Die Beratung im Bildungsausschuss ist der im Bericht genannte nächste Termin.