Der Ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst (AHPB) Lebenswege in Ludwigshafen sucht neue ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter. Interessierte können sich ab sofort für einen Informationsabend am Donnerstag, 1. Oktober 2026, sowie für das anschließende Grundseminar im November anmelden.
Lebenswege begleitet schwerkranke und sterbende Menschen in der letzten Phase ihres Lebens – zu Hause, im Pflegeheim oder im Krankenhaus. Hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten dabei mit speziell geschulten Ehrenamtlichen zusammen. Das Angebot ist kostenfrei und richtet sich unabhängig von Herkunft, Religion oder Weltanschauung an alle Menschen.
Infoabend in Friesenheim
Der erste Kontakt findet beim Infoabend am 1. Oktober 2026 von 18 bis 19.30 Uhr in der Kreuzstraße 2 in Ludwigshafen-Friesenheim statt. Dort können sich Interessierte über das Ehrenamt informieren und im persönlichen Gespräch klären, ob die Aufgabe zu ihnen passt. Eine Beratung ist darüber hinaus jederzeit telefonisch möglich.
„Ehrenamt ist eine wichtige Säule der Hospizarbeit. Ehrenamtliche schenken den Menschen, die sie begleiten, vor allem Zeit, Aufmerksamkeit und menschliche Nähe“, sagt Katrin Reinhardt, Koordinatorin und Palliative-Care-Pflegekraft beim AHPB Lebenswege. Beatrice Kaube, Koordinatorin Palliative Care und Fachkrankenschwester für Intensivpflege, ergänzt: „Es geht darum, den Menschen zu zeigen: Du bist nicht allein“.
Für die Tätigkeit sind keine medizinischen oder pflegerischen Aufgaben vorgesehen. Entscheidend sind laut Lebenswege vielmehr die Bereitschaft, da zu sein, zuzuhören und Patientinnen und Patienten mit Mut und Respekt zu begleiten. Zugleich sollen die Ehrenamtlichen Angehörige entlasten. Ein Hospizbegleiter müsse nicht auf jede Frage eine Antwort haben.
Sechs Monate Ausbildung mit Zertifikat
Die Qualifizierung dauert sechs Monate und endet mit einem bundesweit anerkannten Zertifikat. Sie folgt den Vorgaben des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes. Den Auftakt bildet ein zweitägiges Grundseminar am 20. November 2026 von 18 bis 20.30 Uhr und am 21. November von 10 bis 15 Uhr.
Im Aufbaukurs geht es unter anderem um Kommunikation sowie um Übungen zu Nähe und Distanz. Auch die eigene Biografie und persönliche Abschiedserfahrungen werden thematisiert. Hinzu kommen Inhalte zu Sterben und Tod, ein Praktikum, ein Ausflug in einen Friedwald sowie Einblicke in sozial-rechtliche Fragen und vorsorgende Verfügungen. Das eigentliche Qualifizierungsseminar beginnt im Januar 2027 und läuft ein halbes Jahr mit jeweils zwei Terminen pro Monat.
Begleitung auch nach dem Kurs
Nach Abschluss der Ausbildung endet die Unterstützung durch Lebenswege nicht. Regelmäßige Fortbildungen und Supervisionen sowie der Austausch mit den hauptamtlichen Koordinatorinnen und Koordinatoren begleiten die Ehrenamtlichen weiter.
Wie viele Menschen den Weg bereits eingeschlagen haben, zeigt der vergangene Jahrgang: Im Juni 2026 erhielten 13 Frauen und ein Mann ihr Zertifikat. Sie begleiten inzwischen schwerkranke und sterbende Menschen in Ludwigshafen und Umgebung.
Anmeldungen und Rückfragen nimmt Katrin Reinhardt unter 0621 4909-1333 oder per E-Mail an [email protected] entgegen.