Auf dem Ludwigshafener Hauptfriedhof besteht seit 2006 das Grabfeld der Herzenskinder als gemeinsame Ruhestätte für totgeborene Kinder. Laut der Quelle wird die Anlage in diesem Jahr 20 Jahre alt.

Ruhestätte auf dem Hauptfriedhof seit 2006

Die Stadt weihte die Ruhestätte der totgeborenen Kinder am 17. August 2006 auf dem Hauptfriedhof ein. Dem Bericht zufolge entstand sie aus einer Initiative der SPD-Stadträtin Helga Koch, die Spenden sammelte und Unterstützer aus Bürgerschaft und Wirtschaft gewann.

Bis Anfang der 2000er Jahre seien totgeborene Kinder unter 500 Gramm in Kliniken der Metropolregion Rhein-Neckar mit Klinikabfall entsorgt worden. Familien hätten dadurch keinen Ort zum Trauern gehabt.

Trauerfeiern zweimal im Jahr

Zweimal jährlich, jeweils am zweiten Mittwoch im Mai und November, findet um 14 Uhr eine ökumenische Trauerfeier in der Trauerhalle des Hauptfriedhofs mit anschließender Beisetzung statt. Hauptamtliche der evangelischen und katholischen Kirche führen die Feier laut Quelle durch; für Eltern ist die Bestattung kostenlos.

Während der Feier können Angehörige den Namen ihres Kindes in ein Buch eintragen. Die Namen werden verlesen, und jede Familie erhält eine an der Osterkerze entzündete Kerze. Eine Vertreterin des Islam lese zudem eine Sure und spreche ein Gebet.

Änderung seit Anfang 2026

Nach Angaben des Berichts werden seit Anfang 2026 auch abgetriebene Kinder auf dem Ludwigshafener Grabfeld beigesetzt. Zuvor seien sie verbrannt worden. Medizinische Einrichtungen müssten sie nun würdig bestatten lassen; die Urne komme in den Gemeinschaftssarg.

Als nächster Termin wird der zweite Mittwoch im November 2026 um 14 Uhr in der Trauerhalle des Hauptfriedhofs Ludwigshafen genannt.

Weitere Informationen und Spendenhinweise nennt die Quelle unter www.leere-wiege.com.