Die Gottesanbeterin sorgt in Ludwigshafen und der gesamten Pfalz für Aufsehen. Nachdem über die ungewöhnlich vielen Sichtungen in diesem Jahr berichtet wurde, haben Tausende Leserinnen und Leser Fotos und Kommentare auf Facebook und Instagram geteilt. Die Beobachtungen reichen vom Garten bis ins Schlafzimmer.

Der Naturschutzbund NABU hatte in diesem Jahr in der Pfalz so viele Gottesanbeterinnen gezählt wie noch nie. Der aktuelle SWR-Bericht vom 21. August 2026 beschreibt die Reaktion auf die vorherige Berichterstattung als besonders groß. Eine der gemeldeten Sichtungen stammt aus Ludwigshafen.

Vom Garten bis an die Wohnungstür

Nach Angaben des Senders entdeckten Menschen die großen Fangschrecken an sehr unterschiedlichen Orten: im Garten, an einer Gardine im Wohnzimmer, in einem Blumengesteck auf der Terrasse oder an der Klinke einer Kirchentür. Mehrere Einsender schickten Fotos. Diese zeigen laut Bericht auch, wie gut sich die Tiere tarnen können.

Einige Menschen erklärten, sie hätten zuvor noch nie eine Gottesanbeterin gesehen. Andere berichteten, dass ihnen die Tiere bereits in früheren Sommern auffällig häufig begegnet seien. Die Reaktionen reichen von Begeisterung bis zu einem vorsichtigen Unbehagen, wenn die Fangschrecke am Abend im Schlafzimmer auftaucht.

„Heute Nacht in meinem Schlafzimmer 😱😅 hab sie in den Garten gebracht...aber wäre mir lieber keinen nächtlichen Besuch zu bekommen. Hallo wach und so 🙈“

So schilderte es die Nutzerin Marina in ihrer Rückmeldung. Andere gingen gelassener mit dem Besuch um. Eine braun gefärbte Gottesanbeterin wurde von einer Nutzerin nach draußen begleitet. Die Färbung kann dabei mit dem Eindruck zusammenhängen, dass das Tier verwelkt sei.

Auch in Ludwigshafen entdeckt

Die Nutzerin Blueeys berichtete dem SWR von einer Begegnung mit einer Gottesanbeterin in Ludwigshafen. Der Bericht nennt keine Straße und keinen genaueren Stadtteil. Für Ludwigshafenerinnen und Ludwigshafener ist die Meldung dennoch ein weiterer Hinweis darauf, dass die auffälligen Insekten inzwischen nicht nur in ländlichen Gärten wahrgenommen werden.

Die übrigen Einsendungen kamen unter anderem aus Horchheim und aus dem Umfeld des SWR-Büros in Landau. Dort wurde eine Gottesanbeterin in einen FCK-Becher gelotst und anschließend draußen in einem Beet ausgesetzt.

Der Sender weist zugleich darauf hin, dass die große Resonanz allein keine wissenschaftliche Untersuchung ersetzt. Die vielen Meldungen liefern aber einen eindrucksvollen Eindruck davon, wie präsent die Tiere derzeit in der Region sind. Wer eine Gottesanbeterin entdeckt, kann seine Beobachtung – wie die zahlreichen Einsenderinnen und Einsender – mit einem Foto dokumentieren.