Auf der Parkinsel in Ludwigshafen-Süd hat ein 15-jähriger Besucher aus Offenbach erstmals nach Gold gesucht. Joshua Schöberl nahm an einem Goldwaschkurs am Ludwigshafener Rheinufer teil und konnte nach etwas mehr als einer Stunde bereits erste Goldkörner in einem kleinen Gläschen sammeln.

Der Jugendliche war gemeinsam mit seiner Mutter nach Ludwigshafen gekommen. Sie habe zufällig von einem Kurs im Goldwaschen erfahren, berichtete Joshua im Gespräch mit Volker Endres. Für ihn war es der erste Versuch überhaupt: Goldwaschen habe ihn schon immer interessiert, bisher habe er es aber noch nie ausprobiert.

So funktioniert die Suche nach Gold

Beim Goldwaschen kommt es nach Joshuas Erklärung zunächst darauf an, ausreichend Material in die Waschpfanne zu bekommen. Anschließend werden die Brocken nach und nach ausgespült. Übrig bleibt schließlich schwarzer Sand – darin sollen die Goldkörner sichtbar glitzern.

Der Kurs begann um 13 Uhr. Als das Gespräch geführt wurde, hatte Joshua etwas mehr als eine Stunde gesucht. In seinem Gläschen befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits „schon ein bisschen was zusammen“. Sein persönliches Ziel für den weiteren Nachmittag war klar: Das Gläschen sollte möglichst voll werden.

Auf einen finanziellen Gewinn hoffte der 15-Jährige allerdings nicht. Auch wenn der Goldpreis aktuell hoch sei, reichten die Funde am Rheinufer vermutlich nicht für die Taxifahrt nach Hause. Eine Sanierung der Ludwigshafener Stadtfinanzen werde sich damit ebenfalls nicht bezahlen lassen, meinte er.

Niedrigwasser verändert die Chancen offenbar nicht

Die Suche fand bei niedrigem Wasserstand statt. Einen größeren Vorteil erwartete Joshua dadurch jedoch nicht. Gold sei das schwerste Element und suche sich deshalb die tiefste Stelle. Wenn es sich am Boden festgesetzt habe, bewege es sich nicht mehr und bleibe dort – unabhängig davon, ob man weiter oben oder weiter unten am Ufer suche.

Für den 15-Jährigen stand ohnehin der Erlebniswert im Vordergrund. Goldsuche mache Spaß, man sei in der Natur unterwegs und brauche nur wenig Ausrüstung: eine Waschpfanne, möglichst Gummistiefel, um etwas tiefer ins Wasser gehen zu können, und ein Gläschen für die Funde.

Zum ersten Besuch in Ludwigshafen gehörte für Joshua nicht nur die Suche, sondern auch ein neuer Eindruck von der Stadt. Auf die Frage, wie ihm die Parkinsel gefalle, antwortete er, es sei dort schön ruhig. Nach Hause nach Offenbach will er seine Suche offenbar nicht beenden: Warum sollte er nicht auch dort weiter nach Gold suchen?