Ein Erdbeben hat am Donnerstagnachmittag, 10. September 2026, die Vorderpfalz und weite Teile der Metropolregion Rhein-Neckar erschüttert. Gegen 17:26 Uhr war der Erdstoß in zahlreichen Orten zu spüren. Nach ersten veröffentlichten Daten wurde das Beben mit einer Magnitude von 3,4 im Raum Worms registriert. Die Angaben sind vorläufig und können sich nach der weiteren seismologischen Auswertung noch verändern.

Auch aus Ludwigshafen und dem Rhein-Pfalz-Kreis gingen Wahrnehmungsmeldungen ein. Die Quelle nennt allerdings keine einzelnen Ludwigshafener Stadtteile. Damit bleibt offen, in welchen Bereichen der Stadt die Erschütterung besonders deutlich wahrgenommen wurde.

Häuser und Gegenstände bewegten sich

Besonders viele Meldungen erreichten MRN-News aus Frankenthal und Bobenheim-Roxheim. In Frankenthal sollen teilweise ganze Häuser spürbar gewackelt haben. Menschen berichteten außerdem von bewegten Gegenständen in ihren Wohnungen. Für einige Betroffene war der kurze Erdstoß ein ungewohntes und beängstigendes Erlebnis.

Auch auf der anderen Rheinseite wurde das Beben deutlich wahrgenommen. Aus Mannheim kamen Meldungen unter anderem aus der Neckarstadt, der Schwetzingerstadt und Schwetzingervorstadt, dem Almenhof, Käfertal, Rheinau, der Gartenstadt und den Mannheimer Quadraten. Geschildert wurden ein kurzes, teilweise kräftiges Wackeln, ein Rumpeln oder ein dumpfer Knall. In Mehrfamilienhäusern seien die Bewegungen besonders deutlich gewesen. Mehrfach beschrieben Menschen das Erlebnis als erschreckend oder als „gruseliges Gefühl“. Einige wussten zunächst nicht, was geschehen war.

Die Wahrnehmungen beschränkten sich damit nicht auf das unmittelbare Umfeld des zunächst genannten Bebens im Raum Worms. Die Erschütterungen waren über den Rhein hinweg bis nach Mannheim und in weitere Teile der Metropolregion zu spüren. Die Dauer des Erdstoßes war nach den vorliegenden Berichten kurz, die Wirkung für viele Menschen aber deutlich.

Zunächst keine Schäden oder Verletzten bekannt

Trotz der spürbaren Erschütterungen lagen MRN-News zunächst keine Meldungen über Verletzte oder größere Schäden in Worms, Frankenthal, Ludwigshafen oder Mannheim vor. Ob an einzelnen Gebäuden oder Gegenständen kleinere Schäden entstanden sein könnten, geht aus der Quelle nicht hervor. Die vorläufige Einschätzung bezieht sich deshalb auf den bis zum Veröffentlichungszeitpunkt bekannten Stand.

Oberrheingraben ist bekannte Erdbebenregion

Das Ereignis ereignete sich im Bereich des Oberrheingrabens. Dieses Gebiet zählt zu den tektonisch aktiveren Regionen Deutschlands. Erdbeben sind dort grundsätzlich kein ungewöhnliches Phänomen. Der Landeserdbebendienst Rheinland-Pfalz registriert jährlich Hunderte Erdbeben; die überwiegende Mehrheit ist jedoch so schwach, dass Menschen sie nicht wahrnehmen.

Ein Erdstoß mit der zunächst gemeldeten Magnitude 3,4 kann insbesondere in der Nähe des Epizentrums deutlich spürbar sein. Die exakte Stärke, Tiefe und Lage des Epizentrums standen zunächst noch unter dem Vorbehalt der weiteren Auswertung. MRN-News kündigte an, die Entwicklung zu beobachten und bei neuen gesicherten Informationen nachzuberichten.

Berichte über ungewöhnliches Verhalten von Haustieren

Einige Menschen aus der Region berichteten außerdem, ihre Haustiere hätten sich bereits etwa zehn Minuten vor dem Erdstoß auffällig verhalten. Solche Beobachtungen werden im Zusammenhang mit Erdbeben immer wieder geschildert. Wissenschaftlich lässt sich daraus jedoch keine zuverlässige Vorhersage eines bevorstehenden Bebens ableiten. Die aktuellen Hinweise sind daher zunächst als persönliche Beobachtungen der Tierhalter einzuordnen.

MRN-News bat Leserinnen und Leser um weitere Beobachtungen: Gesucht wurden Angaben dazu, wo das Beben gegen 17:26 Uhr gespürt wurde, wie stark Häuser, Möbel oder andere Gegenstände wackelten, ob ein Rumpeln oder Knall zu hören war und ob Haustiere zuvor ungewöhnlich reagiert hatten. Besonders erbeten wurden Meldungen aus Worms, Bobenheim-Roxheim, Frankenthal, Ludwigshafen, Mannheim und der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar.