Eckhard „Ecki“ Seeber, der frühere Chauffeur und langjährige Vertraute von Helmut Kohl, ist tot. Seeber starb am Montag, 29. September, einen Tag vor seinem 88. Geburtstag. Seine Tochter teilte den Tod in Ludwigshafen der Deutschen Presse-Agentur mit.

Von 1969 bis 2008 fuhr Seeber den früheren Bundeskanzler durch Deutschland. In dieser Zeit legten die beiden Männer nach Angaben des Berichts mehr als fünf Millionen Kilometer gemeinsam zurück. Aus dem Arbeitsverhältnis entwickelte sich eine besondere Freundschaft.

Fast vier Jahrzehnte an Kohls Seite

Seeber galt als einer der engsten Vertrauten des „Kanzlers der Einheit“. Seine Tätigkeit für Kohl dauerte fast 40 Jahre und umfasste damit einen großen Teil von dessen politischer Laufbahn. Der Pfälzer begleitete ihn über Jahrzehnte bei seinen Reisen im Land.

Auch Seebers Ehefrau Hilde arbeitete für die Familie Kohl. Sie führte rund 30 Jahre lang den Haushalt. Im Juli 2001 fand sie Hannelore Kohl, die zuvor Suizid begangen hatte. Der Hannelore Kohl gewidmeten Promenade auf der Ludwigshafener Parkinsel erinnert der Bericht ebenfalls.

Kontakt zu Helmut Kohl später abgebrochen

Die enge Verbindung zwischen Eckhard Seeber und Helmut Kohl endete dem Bericht zufolge um das Jahr 2008. Maike Kohl-Richter soll den Kontakt zwischen den beiden unterbunden und die Kündigung des Chauffeurs veranlasst haben. Bis zu Kohls Tod im Juni 2017 sollen sich die beiden Männer nur noch ein einziges Mal gesehen haben.

Die Informationen zum Tod Seebers wurden von der Deutschen Presse-Agentur unter Berufung auf seine Tochter verbreitet.