Die geplante dritte Feuerwache bei Ruchheim beschäftigt den Ludwigshafener Stadtrat erneut. Die FWG fordert, eine mögliche Zusammenarbeit mit der Stadt Frankenthal und mit Werksfeuerwehren zu prüfen. Hintergrund ist der wachsende Infrastrukturbedarf der Ludwigshafener Feuerwehr.
Nach neuen Vorgaben des Landes muss Ludwigshafen seine Feuerwehr erweitern. In diesem Zusammenhang hat der Stadtrat bereits einen Feuerwehrbedarfsplan beschlossen. Das Dokument legt fest, wie stark das Personal sein muss, welche Fahrzeuge benötigt werden und wie viel Zeit zwischen der Alarmierung und dem Eintreffen am Brandort höchstens vergehen darf.
Kooperationen als möglicher Weg
Aus Sicht der FWG sollte die Stadt deshalb nicht nur die eigene neue Feuerwache betrachten. Sie rät dazu, Kooperationen mit Frankenthal und den Werksfeuerwehren zu untersuchen. Konkret geht es um die Frage, ob eine Zusammenarbeit bei der künftigen Infrastruktur dazu beitragen kann, die geforderten Voraussetzungen zu erfüllen.
Die Debatte betrifft damit nicht nur den möglichen Standort bei Ruchheim. Im Mittelpunkt stehen auch die organisatorischen und praktischen Anforderungen an den Brandschutz in Ludwigshafen: ausreichendes Personal, die notwendige Fahrzeugausstattung und die im Feuerwehrbedarfsplan festgelegte Eintreffzeit.
Was jetzt geprüft werden soll
Die FWG fordert nach den vorliegenden Angaben zunächst eine Prüfung der möglichen Kooperation zwischen Ludwigshafen und Frankenthal sowie der Zusammenarbeit mit Werksfeuerwehren. Eine Entscheidung über eine solche Kooperation oder über die konkrete Umsetzung der dritten Feuerwache wird in der Vorlage nicht genannt.
Fest steht laut Bericht: Die Ludwigshafener Feuerwehr muss ihre Infrastruktur ausbauen. Die weitere Diskussion über die dritte Feuerwache bei Ruchheim wird daher auch klären müssen, ob die Stadt diese Aufgabe allein oder gemeinsam mit Partnern angehen will.