Wenn im Alltag junger Familien niemand aus der Verwandtschaft kurzfristig helfen kann, kann schon eine kleine Auszeit zur Herausforderung werden. In Ludwigshafen soll das neue Projekt „Da-sein füreinander“ solche Familien entlasten. Das Angebot richtet sich an junge Eltern und Alleinerziehende, die ohne familiäres Netzwerk auskommen müssen.

Initiatorinnen des Projekts sind Kerstin Hofmann, Leiterin der Familienbildung im Heinrich Pesch Haus (HPH), und Susann Schmidt. Beide hoffen nach Angaben der RHEINPFALZ auf viele Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten.

Unterstützung, wenn Familie nicht vor Ort ist

Fehlende Unterstützung kann den Familienalltag schnell überfordern. Laut Projektbeschreibung stoßen junge Eltern ohne familiäre Anbindung „im Alltag schnell an ihre Grenzen“. Gemeint sind Familien, bei denen Großeltern oder andere Angehörige nicht erreichbar sind oder kein tragendes soziales Umfeld vorhanden ist.

Hofmann verwies bei einem Pressegespräch auf eine konkrete Schilderung aus ihrer Arbeit: Eine Mutter hat mir mal geschildert, dass sie gerne einfach nur mal wieder ein Bad in der Badewanne nehmen würde. Das Beispiel zeigt, dass es bei der geplanten Hilfe nicht nur um große Krisen geht, sondern auch um dringend benötigte kurze Entlastungsmomente im Alltag.

Ehrenamtliche für „Da-sein füreinander“ gesucht

Das Projekt nimmt dabei auch ein Thema in den Blick, das häufig mit älteren Menschen verbunden wird. Einsamkeit betrifft nach Angaben der Initiatorinnen längst nicht nur ältere Menschen ohne Angehörige. Auch junge Eltern und Alleinerziehende erleben demnach fehlende soziale Kontakte und Unterstützung als Belastung.

Damit „Da-sein füreinander“ Familien tatsächlich begleiten kann, werden in Ludwigshafen Ehrenamtliche gesucht. Wer das neue gemeinsame Projekt unterstützen möchte, kann sich über das Heinrich Pesch Haus und dessen Familienbildung über die Möglichkeiten des Engagements informieren.