Über dem Werksteil Nord der BASF in Ludwigshafen kann ab Montag, 10. August, erneut ein weithin sichtbarer Feuerschein zu sehen sein. Grund ist das Wiederanfahren eines Steamcrackers nach Reparaturarbeiten. Nach Angaben des Berichts soll die Fackeltätigkeit voraussichtlich bis Anfang der folgenden Woche andauern.

Was Anwohner jetzt wissen müssen

Für Menschen in der Umgebung können der helle Feuerschein am Nachthimmel, mögliche Rußbildung und Lärmbelästigung wahrnehmbar sein. Die zuständigen Behörden sind laut dem Bericht informiert. Eine konkrete Gefahr für die Bevölkerung wird in dem vorliegenden Material nicht genannt.

Das Abfackeln steht im Zusammenhang mit dem sicheren Wiederanfahren der Anlage. Beim Betrieb des Steamcrackers wird überschüssiges Gas über eine Fackel verbrannt. Dadurch kann es vorübergehend zu sichtbaren Flammen und Geräuschen kommen.

Technischer Defekt Ende Juli

Bereits am Montag, 27. Juli, war es gegen 21.30 Uhr im Werksteil Nord zu einem technischen Defekt am Steamcracker gekommen. Nach Angaben des Unternehmens reagierten die Sicherheitssysteme wie vorgesehen. Seitdem wurde überschüssiges Gas über eine Fackel verbrannt.

Der Steamcracker spaltet Rohbenzin bei rund 850 Grad unter Zugabe von Wasserdampf in Grundstoffe wie Ethylen und Propylen auf. Diese Stoffe werden für die Herstellung von Kunststoffen, Lacken, Waschrohstoffen und Pflanzenschutzmitteln benötigt.

Die aktuelle Fackelphase folgt damit auf Reparaturarbeiten und den anschließenden Neustart der Anlage. Für Anwohner in Ludwigshafen bleibt vor allem der sichtbare Feuerschein ein Hinweis auf die laufenden technischen Arbeiten im BASF-Werksteil Nord.