Auf dem Gelände der Kläranlage am BASF-Standort Ludwigshafen haben die Gefahrenabwehreinheiten von BASF und der Bundeswehr erstmals gemeinsam den Einsatz bei Chemie-Schadenslagen geprobt. An der Großschadensalarmübung nahmen rund 40 Soldatinnen und Soldaten sowie etwa 75 Kräfte der BASF-Gefahrenabwehr teil.
Das Szenario bildete mehrere mögliche Schadenslagen ab. Dazu gehörten ein Brand mit Verletzten und weitere chemietypische Gefahrenlagen. Die Einsatzkräfte erkundeten die jeweiligen Situationen, leiteten Schutzmaßnahmen ein und stimmten ihr Vorgehen unter einer gemeinsamen Einsatzleitung ab.
Spürarbeiten und Dekontamination
Die ABC-Abwehrkräfte aus Bruchsal trainierten dabei ihre Fähigkeiten in der Abwehr atomarer, biologischer und chemischer Kampfstoffe. Zusätzlich führten die Bundeswehrkräfte Spürarbeiten durch. Einsatzkräfte und Großgeräte wurden anschließend dekontaminiert.
Im Übungsszenario übernahmen die BASF-Rettungskräfte die Versorgung der Verletzten. Umweltexperten nahmen Messungen auf dem Werksgelände und außerhalb des Standorts vor. Damit wurden neben der unmittelbaren Gefahrenabwehr auch die Kontrolle möglicher Auswirkungen auf die Umgebung einbezogen.
Erfahrungsaustausch als Ziel
Die gemeinsame Übung diente auch dem Austausch zwischen BASF und Bundeswehr. Nach Angaben von BASF profitieren beide Organisationen unmittelbar von den Erfahrungen der jeweils anderen Seite. Für Ludwigshafen zeigt das Training, wie die beteiligten Einheiten ihre Abläufe bei komplexen chemischen Schadenslagen gemeinsam erproben und koordinieren.