Bei Arminia Ludwigshafen arbeitet Patrick Wolf als Trainer unter besonderen Vorzeichen: Sein Vater Wolfgang Wolf ist eine Ikone des 1. FC Kaiserslautern. Patrick folgt zwar den Spuren seines Vaters, möchte dessen Weg als Trainer aber nicht einfach wiederholen.

Der Unterschied zeigt sich vor allem im Umfeld. Patrick Wolf trainiert Amateure in der Pfalz. Viele seiner Spieler stehen gleichzeitig im Berufsleben und kommen nach Feierabend mitunter müde zum Training. Für den Coach bedeutet das, seine hohen Ansprüche an Spieler und Umfeld mit den Bedingungen des Amateurfußballs in Einklang zu bringen.

Zwei Trainer, zwei Welten

Patrick Wolf arbeitet professionell und fordert viel von seiner Mannschaft. Zugleich muss er nach Darstellung der Rheinpfalz gelegentlich „runter vom Gaspedal“. Der Alltag bei Arminia Ludwigshafen unterscheidet sich damit deutlich von den Bedingungen, unter denen ein Trainer mit voll verfügbaren Profis oder leistungsorientierten Spielern arbeitet.

Wolfgang Wolf ist weiterhin eng mit dem 1. FC Kaiserslautern verbunden. Er verfolgte früher Spiele des FCK auf dem Betzenberg und war später selbst als Trainer tätig. Sein Sohn hat sich ebenfalls für den Trainerberuf entschieden, setzt dabei aber eigene Maßstäbe.

Der eigene Anspruch

Die Verbindung zwischen Vater und Sohn prägt den Generationentalk, zugleich wird die Abgrenzung deutlich: Patrick Wolf will nicht in allen Punkten dem Vorbild der FCK-Ikone nacheifern. Seine Aufgabe in Ludwigshafen besteht darin, ambitioniertes Training mit dem Alltag von Amateurspielern zu verbinden.

Damit steht Arminia Ludwigshafen im Mittelpunkt einer persönlichen Fußballgeschichte über familiäre Vorbilder, unterschiedliche Rahmenbedingungen und die Frage, wie viel Professionalität im Amateurbereich möglich ist.