Der Würfelbunker an der Hochstraße Nord in Ludwigshafen verschwindet weiter aus dem Stadtbild. Nach Angaben des SWR ist etwa die Hälfte des einst rund 25 Meter hohen Weltkriegsbunkers abgerissen. Von den insgesamt sieben Obergeschossen stehen derzeit noch vier. Der übrige Beton liegt rund um das Bauwerk und wird vor Ort weiter zerkleinert.

Der Abriss ist für Anwohner und Autofahrer besonders sichtbar, weil der sogenannte Würfelbunker lange zu den markanten Bauwerken der Ludwigshafener Skyline gehörte. Vom einstigen Erscheinungsbild ist inzwischen deutlich weniger zu sehen. Auch der markante Würfel mit dem Stadtwappen wurde bereits abgebaut.

Betonmassen größer als zunächst erwartet

Die Abrissarbeiten sind technisch aufwendiger als zunächst angenommen. Die Decken des Bunkers sind drei Meter dick. Die Experten waren vorher von einer Stärke von etwa zwei Metern ausgegangen. Dadurch fällt deutlich mehr Material an, das von der Abrissfirma verarbeitet und abtransportiert werden muss.

Zurzeit konzentriert sich die Mannschaft vor allem darauf, den bereits abgebrochenen Beton zu zerkleinern. Dabei wird der Meißel mit Wasser bespritzt. Nach Angaben des SWR soll dieses Vorgehen die Staubentwicklung verringern und die Anwohner schützen.

Unter der Erde wartet zudem weitere Arbeit: Zum Bunker gehören Keller, Stützmauern und weitere meterdicke Betonteile. Der sichtbare Rückbau markiert deshalb zwar ungefähr die Halbzeit, beendet die Arbeiten aber noch nicht.

Fertigstellung bis Ende 2026 geplant

Olaf Förtsch von der städtischen Bauprojektgesellschaft Ludwigshafen zeigt sich dennoch zuversichtlich. „Wir liegen sehr gut im Zeitplan“, sagte er dem SWR bei einem Termin vor Ort. Nach seiner Einschätzung soll der Würfelbunker bis Weihnachten 2026 vollständig abgerissen sein. Bis zum Jahresende soll das Bauwerk in der Nähe der Hochstraße Nord damit komplett aus Ludwigshafen verschwunden sein.

Der Rückbau erfolgt nicht allein aus städtebaulichen Gründen. Der Bunker steht der geplanten Auffahrt von der neuen Helmut-Kohl-Allee auf die Kurt-Schumacher-Brücke im Weg und muss deshalb weichen. Die Brücke ist laut SWR seit Mittwoch vollständig gesperrt. Der Abriss steht damit im Zusammenhang mit der weiteren Verkehrsplanung rund um die neue Verbindung.

Für Ludwigshafen bedeutet der Rückbau zugleich das Ende eines auffälligen Teils der Stadtansicht. Der Würfelbunker war ein Bauwerk aus dem Zweiten Weltkrieg und wurde wegen seiner markanten Form als Wahrzeichen wahrgenommen. Noch stehen vier Obergeschosse, doch der weitere Abbruch soll das Erscheinungsbild in den kommenden Monaten weiter verändern.

Stand: 6. August 2026, 7:11 Uhr. Die Angaben stammen aus einem Bericht von SWR Aktuell Ludwigshafen.