Im Rhein-Pfalz-Kreis ist eine lokale Infektion mit dem West-Nil-Virus nachgewiesen worden. Nach Darstellung der Kreisverwaltung handelt es sich um den ersten solchen Nachweis in Rheinland-Pfalz und den ersten Fall des Jahres 2026 in Deutschland.

Infektion vermutlich nach Mückenstich

Die Infektion sei höchstwahrscheinlich nach einem Mückenstich erfolgt. Die betroffene Person sei nicht im Ausland gewesen, nicht ansteckend und der Nachweis sei zufällig erfolgt.

Das West-Nil-Virus wird dem Bericht zufolge vor allem durch Stechmücken übertragen. Die Infektion verläuft meist ohne Symptome. Etwa 20 Prozent der Infizierten entwickelten eine fieberhafte, grippeähnliche Erkrankung, die ungefähr drei bis sechs Tage andauere; etwa eine von hundert infizierten Personen erkranke schwer.

«Das West-Nil-Fieber heilt in der Regel folgenlos aus. Die Behandlung erfolgt rein symptomatisch, es gibt keine spezifische Therapie.»

Schutz vor Stechmücken

Als Schutzmaßnahmen nennt der Kreis langärmlige Kleidung an Orten mit vielen Stechmücken, Insektenabwehrmittel, Insektizide sowie Moskitonetze und Fenstergitter. Im Wohnumfeld sollten Mückenbrutplätze möglichst regelmäßig beseitigt werden.

Deutschlandweit wurden laut Robert Koch-Institut im Jahr 2025 14 West-Nil-Fälle gezählt, 2024 waren es 49 und 2023 16. Dabei seien infizierte Reiserückkehrer mitgezählt worden.