In Rheinland-Pfalz ist zum ersten Mal eine West-Nil-Virus-Infektion bei einem Menschen festgestellt worden, die mutmaßlich durch den Stich einer heimischen Mücke ausgelöst wurde. Den genauen Ort der Ansteckung nannte das Gesundheitsamt nicht.

Keine Symptome und keine Ansteckungsgefahr

Die Infektion wurde den Angaben zufolge zufällig entdeckt und nachgewiesen. Die betroffene Person zeigt keine Symptome, und das Gesundheitsamt erklärte, es bestehe keine Ansteckungsgefahr.

Das Gesundheitsamt des Rhein-Pfalz-Kreises ist neben dem Kreis auch für Speyer, Frankenthal und Ludwigshafen zuständig. Ob sich die Person in Ludwigshafen infiziert hat, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.

Hinweise zum Schutz vor Mückenstichen

Laut Gesundheitsamt entwickelt etwa ein Fünftel der infizierten Menschen eine fieberhafte, grippeähnliche Erkrankung, die drei bis sechs Tage dauern kann. Eine von hundert Personen erkranke schwer.

In Gebieten mit vielen Stechmücken, etwa in den Rheinauen, können langärmelige Kleidung und lange Hosen schützen. Als weitere sinnvolle Maßnahmen nennt die Behörde Mückenabwehrmittel, Moskitonetze und Fenstergitter.