Im Zuständigkeitsgebiet des Gesundheitsamts der Kreisverwaltung des Rhein-Pfalz-Kreises ist erstmals in Rheinland-Pfalz eine West-Nil-Virus-Infektion nachgewiesen worden, die mutmaßlich vor Ort durch einen Mückenstich entstanden ist. Das Gesundheitsamt betreut neben dem Rhein-Pfalz-Kreis auch Ludwigshafen, Speyer und Frankenthal.

Betroffene Person symptomfrei

Nach Angaben der Behörde stammt die betroffene Person aus dem Zuständigkeitsgebiet des Gesundheitsamts Rhein-Pfalz-Kreis. Der Nachweis sei durch einen Zufallsbefund zustande gekommen. Die Person sei symptomfrei, ihr gehe es gut und von ihr gehe keine Ansteckungsgefahr aus.

Wie das West-Nil-Virus übertragen wird

Das Virus wird laut Kreisverwaltung in erster Linie durch Stechmücken übertragen. Die Infektion verläuft überwiegend symptomlos. Rund 20 Prozent der Infizierten entwickelten eine fieberhafte, grippeähnliche Erkrankung, während etwa eine von hundert infizierten Personen schwer erkranke.

Eine spezifische Therapie gebe es nicht; die Behandlung erfolge symptomatisch. Das West-Nil-Fieber heile in der Regel folgenlos aus.

Gesundheitsamt nennt Schutzmaßnahmen

Das Gesundheitsamt empfiehlt langärmelige Kleidung und lange Hosen an Orten mit bekannter Stechmückenbelastung. Als weitere Maßnahmen nennt die Behörde Repellents, Insektizide, Moskitonetze und Fenstergitter. Im direkten Wohnumfeld sollten mögliche Mückenbrutplätze regelmäßig beseitigt werden.