Ein grenzüberschreitendes Chorprojekt verbindet Ludwigshafen und Karlsruhe: Das „War Requiem“ von Benjamin Britten wird in einer großen Kooperation aufgeführt. Beteiligt ist der Beethovenchor Ludwigshafen unter der Leitung von Tristan Meister, der zugleich einen Chor von Cantus Juvenum in Karlsruhe leitete.
Aus dieser persönlichen Verbindung entwickelte sich die Zusammenarbeit der Ensembles über den Rhein hinweg. Für das Projekt werden damit Chöre aus beiden Städten zusammengeführt. Geplant sind zwei Aufführungstermine; der vorliegende Bericht nennt als ersten Termin Donnerstag, den 19., ohne den Monat oder das vollständige Datum zu ergänzen.
Antikriegsoratorium mit historischer Bedeutung
Brittens Werk gilt als kirchenmusikalisches Werk von epochaler Bedeutung. Das Oratorium verbindet die traditionelle Totenmesse mit Antikriegs-Gedichten und stellt den Schrecken des Krieges in den Mittelpunkt. Die Aufführung wird deshalb als musikalischer Ruf nach Frieden angekündigt.
Das „War Requiem“ entstand als eindringliche Auseinandersetzung mit Krieg und Gewalt. Im Mittelpunkt steht ein stimmgewaltiges Großprojekt, in dem die von Britten vertonten Texte und die große Besetzung die Botschaft des Werks tragen sollen.
Verbindung nach Ludwigshafen
Tristan Meister war bereits bei einer Probe 2025 in der Ludwigshafener Friedenskirche zu sehen. Seine Arbeit mit dem Beethovenchor und Cantus Juvenum in Karlsruhe schuf die Grundlage für die Kooperation. Anlass der Aufführungen sind der 50. Todestag des Komponisten sowie der zeitgeschichtliche Bezug 93 Jahre nach Hitlers Machtergreifung.
Weitere Angaben zu Veranstaltungsorten, dem zweiten Termin und dem vollständigen Datum des ersten Konzerts enthält das vorliegende Material nicht.