Die zweite Runde der Vereinsmanager-Ausbildung in Ludwigshafen ist gestartet – und das Interesse ist groß: Alle 20 verfügbaren Plätze waren bereits vor dem Anmeldeschluss vergeben. Für den nächsten Durchgang liegen nach Angaben der Engagement-Agentur LUnited schon die ersten Vormerkungen vor.
Organisiert wird der Ausbildungsgang von LUnited, der Volkshochschule Ludwigshafen und der neu hinzugekommenen Stadt Mannheim. Der aktuelle Durchgang begann am vergangenen Samstag und soll bis Ende Januar 2027 laufen. Zum Abschluss erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Zertifikat.
Vom Großverein bis zur Vereinsgründung
Die Zusammensetzung der Gruppe bildet laut LUnited die Breite der Vereinslandschaft ab. Vertreten ist demnach ein großer ESV mit 3000 Mitgliedern ebenso wie eine Initiative, die sich derzeit noch in der Vereinsgründung befindet.
Auch bei den Engagement-Bereichen gibt es eine große Spannweite. Die Teilnehmer kommen unter anderem aus Sport und Kultur, dem Tier- und Umweltschutz, der Bürgervertretung und dem Seniorenrat. Außerdem sind IT und Digitalhilfe, ein Sozialverband sowie Lernhilfe vertreten.
14 Module für die praktische Vereinsarbeit
Insgesamt umfasst die Ausbildung 14 Module mit 58 Unterrichtseinheiten. Vermittelt werden praxisnahe Kenntnisse für die erfolgreiche und zukunftsfähige Führung eines Vereins.
Auf dem Programm stehen unter anderem Vereinsrecht, Finanzen und Mitgliedergewinnung. Hinzu kommen Öffentlichkeitsarbeit, Social Media und Datenschutz. Behandelt werden außerdem die Organisation von Veranstaltungen sowie die Risiken, die der Einsatz Künstlicher Intelligenz im Vereinsalltag mit sich bringen kann.
Begleitet wird der Lehrgang von Fachreferenten aus Praxis, Verwaltung und Wirtschaft. Damit reagieren die Kooperationspartner nach eigener Darstellung auf einen wachsenden Qualifizierungsbedarf im Ehrenamt.
Herausforderungen für Vereine nehmen zu
Vereine leisten nach Angaben der Veranstalter einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gleichzeitig stehen sie vor größeren Anforderungen – etwa bei der Gewinnung neuer Mitglieder, bei der Digitalisierung und beim Umgang mit rechtlichen Vorgaben.
Sarah Schmitt, Beauftragte für Bürgerschaftliches Engagement der Stadt Mannheim, erklärte, die Ausbildung solle Menschen, die Verantwortung in Vereinen übernehmen, etwas zurückgeben. Petra-Paula Marquardt, Fachbereichsleiterin für Politik, Gesellschaft und Umwelt bei der VHS Ludwigshafen, sieht darin Wissen, Sicherheit und konkrete Werkzeuge für die tägliche Vereinsarbeit.
Auch die Nachfrage nach dem Angebot wird von den Verantwortlichen als Signal gewertet. Neben den 20 belegten Plätzen gibt es bereits fünf Vormerkungen für den nächsten Durchgang. Marion Lichti, Leiterin der Engagement-Agentur LUnited, sagte, der Zuspruch habe die Erwartungen übertroffen.