Ein tödlicher Verkehrsunfall nach einem mutmaßlichen illegalen Autorennen in Ludwigshafen-Mundenheim beschäftigt jetzt das Landgericht Frankenthal. Angeklagt sind ein 32-Jähriger und ein 23-Jähriger. Dem jüngeren Mann legt die Staatsanwaltschaft zusätzlich fahrlässige Tötung zur Last.

Beschleunigung nach roter Ampel

Der Unfall soll sich nachts im August 2024 ereignet haben. Nach Darstellung von Polizei und Staatsanwaltschaft sollen die beiden Männer an einer roten Ampel ihre Autos stark beschleunigt haben, um schneller als der jeweils andere zu sein. Die Anklage wertet dieses Verhalten als verbotenes Kraftfahrzeugrennen.

Der damals 23-Jährige soll anschließend in seinem VW Golf eine weitere rote Ampel überfahren haben. In der Ludwigshafener Innenstadt sei er laut Anklage mit etwa 170 Stundenkilometern unterwegs gewesen – erlaubt waren an dieser Stelle 50 Stundenkilometer.

Zusammenstoß auf der Kreuzung

An einer Kreuzung kollidierte der Golf demnach mit einem unbeteiligten Audi A7, dessen Fahrer nach links abbiegen wollte. Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurde der Audi gegen einen Ampelmast geschleudert. Beide Fahrzeuge bewegten sich anschließend über die Saarlandstraße.

Der VW Golf kam schließlich auf den Gleisen einer Straßenbahn zum Stehen. Der 36 Jahre alte Fahrer des Audi, ein Familienvater, starb noch am Unfallort. Eine Obduktion ergab laut den Ermittlungsbehörden, dass er zahlreichen Verletzungen erlag.

Verletzte nach dem Unfall

Der mutmaßliche Unfallverursacher wurde bei dem Zusammenstoß schwer verletzt. Seine Beifahrerin erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Der Prozess gegen die beiden Angeklagten findet nun vor dem Landgericht Frankenthal statt. Über den weiteren Verlauf und eine Entscheidung des Gerichts liegen in der vorliegenden Quelle keine Angaben vor.