Wer zum Studium neu nach Ludwigshafen kommt, muss sich zunächst orientieren: Wo liegen die wichtigsten Hochschulgebäude, wo gibt es bezahlbares Essen, wie findet man ein Zimmer und was lässt sich nach der Vorlesung unternehmen? Die Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen (HWG) bietet kurze Wege und eine überschaubare Campusstruktur. Rund 4.000 Studierende lernen in der Stadt.
Ludwigshafen ist zwar vor allem als Industriestandort bekannt, verfügt aber zugleich über eine praxisnahe Hochschullandschaft. Für Studierende kann die Stadt gegenüber Mannheim oder Heidelberg mit einem günstigeren Wohnungsmarkt und einer familiären Atmosphäre punkten. Wer neu in Ludwigshafen ist, findet viele wichtige Angebote in Campusnähe oder mit kurzen Wegen im öffentlichen Nahverkehr.
Campus, Fachbereiche und Essen
Das Zentrum des Studierendenlebens liegt am Hauptcampus in der Ernst-Boehe-Straße 4–6. Dort sind die Fachbereiche Wirtschaft, Marketing, Human Resources sowie Sozial- und Gesundheitswesen untergebracht. Die HWG wurde 1965 gegründet und verteilt ihre Angebote auf wenige, markante Standorte.
Ein besonderer Hochschulstandort liegt an der Rheinuferpromenade: Im Ostasieninstitut, kurz OAI, werden betriebswirtschaftliche Inhalte mit Sprach- und Kulturstudien zu China, Japan oder Korea verbunden. Für ruhiges Arbeiten stehen PC-Räume im B- und C-Gebäude an der Ernst-Boehe-Straße sowie Räume direkt im OAI zur Verfügung.
Die zentrale Anlaufstelle für das Mittagessen ist die Mensa in der Ernst-Boehe-Straße. Sie wird vom Studierendenwerk Vorderpfalz betrieben. Ein vollständiges warmes Mensa-Menü kostet für Studierende 4,50 Euro. Zusätzlich gibt es wechselnde Snacks und Kaffeespezialitäten in der angeschlossenen Cafeteria. Das Angebot wurde im bundesweiten PETA-Mensa-Ranking wegen seiner pflanzlichen Vielfalt ausgezeichnet.
Wohnen und Lernen außerhalb des Campus
WG-Zimmer sind in Ludwigshafen laut dem Guide bereits ab etwa 350 bis 400 Euro zu finden, wenn die Wohnung nicht unbedingt im Zentrum liegen muss. Im Durchschnitt kostet ein Zimmer in einer studentischen Wohngemeinschaft rund 350 Euro im Monat. Als beliebte Wohnlagen gelten zentrumsnahe Stadtteile, der Hemshof mit seinem multikulturellen Flair und die Bereiche nahe der Parkinsel für Studierende, die es grüner mögen.
Eine besonders günstige Möglichkeit bietet das Wohnheim des Studierendenwerks Vorderpfalz in der Heinigstraße 13. Dort gibt es 174 möblierte Apartments und WG-Zimmer. Die Warmmieten liegen zwischen 330 und 365 Euro. Von der Heinigstraße aus sind die Hörsäle in der Ernst-Boehe-Straße zu Fuß in etwa 15 Minuten erreichbar. Das Studierendenwerk ist außerdem Ansprechpartner für Fragen zum studentischen Wohnen und zur BAföG-Beratung.
Wer außerhalb der Hochschule lernen möchte, kann in Ludwigshafen-Süd das Café Palpito nutzen. Als weitere genannte Arbeitsorte eignen sich das ALEX Ludwigshafen an der Rheingalerie und das Café Allotino, das kostenloses WLAN und lange Öffnungszeiten bietet.
Für den Alltag ohne eigene Waschmaschine nennt der Guide den Eco-Express-Waschsalon in der Schützenstraße 44 in Mundenheim und eine weitere Filiale in der Leuschnerstraße 5 in Friesenheim. Ausdrucke und das Binden von Hausarbeiten sind unter anderem bei City-Copy und Reprotechnik Hajok am Rathausplatz 10–12 möglich.
Unterwegs, Ausgehen und Kultur
In der Metropolregion Rhein-Neckar sind Bus, Straßenbahn und Fahrrad wichtige Verkehrsmittel. Das Deutschland-Ticket kostet im monatlichen Abo 45 Euro. Wer sich mit einer studentischen E-Mail-Adresse bei VRNnextbike registriert, kann von 30 Minuten kostenloser Fahrt profitieren. Die Linien verbinden die Hochschulstandorte mit dem Hauptbahnhof und ermöglichen außerdem die Fahrt nach Mannheim über den Rhein.
Das Ludwigshafener Nachtleben wird als eher ruhig und familiär beschrieben. Für ein Feierabendbier werden das Bistro Grammophon und Ireland‘s Own in der Innenstadt genannt. Wer Clubs, elektronische Musik oder eine größere Kneipenauswahl sucht, fährt meist in wenigen Minuten über die Rheinbrücke nach Mannheim. Die Fachschaften der HWG veranstalten regelmäßig eigene Ersti-Partys und Campus-Events, die über soziale Medien organisiert werden.
Auch kulturell gibt es Anlaufstellen in der Stadt. Das Theater im Pfalzbau zeigt Bühneninszenierungen, während das Kulturzentrum „dasHaus“ Live-Konzerte, Slams und Kleinkunst veranstaltet. Im Spätsommer lockt das Festival des deutschen Films auf die Parkinsel. Für Sport und Erholung stehen Campusangebote, das Rheinufer für sommerliche Picknicks und weitere Freizeitmöglichkeiten zur Verfügung.