Ein neues Buch über das Auxiliarkastell in Ludwigshafen-Rheingönheim ist erschienen. Der Band schließt laut Quelle eine bisherige Publikationslücke zu dem Gelände im Süden Ludwigshafens und nährt zugleich die Hoffnung auf einen Archäologiepark.

Geschichte der Kastelle in Rheingönheim

In Rheingönheim hatten die Römer nach Angaben der Quelle nacheinander zwei Kastelle errichtet. Archäologische Grabungen fanden demnach 1912, Anfang der 1960er-Jahre, 1974 sowie von 2008 bis 2010 statt.

Im 1. Jahrhundert nach Christus errichteten die Römer am Rhein zunächst ein Militärlager und einige Jahre später ein zweites, kleineres. Eingesetzt wurden Hilfslegionäre. Zum Lager gehörten laut Buch auch eine kleine Siedlung und ein Gräberfeld.

„Die Funktion der Lager in Rheingönheim bestand vor allem darin, die damals direkt gegenüberliegende Neckarmündung zu sichern“

Aufgegeben wurde das Lager laut Quelle, nachdem die Römer zwischen 70 und 80 nach Christus rechtsrheinische Gebiete erobert hatten und sich die Grenze nach Osten verschoben hatte.

Buch und mögliche zweite Auflage

Der Band trägt den Titel „Das Auxiliarkastell von Ludwigshafen-Rheingönheim. Ein Pfälzer Acker und seine Römische Geschichte“. Herausgegeben wurde er von Regina Heilmann und Bernd Neumann.

„Die Erstauflage lag bei 250 Stück“, sagt Heilmann, „und es sind gar nicht mehr so viele Bücher übrig.“

Eine zweite Auflage sei geplant. Das Buch soll Ludwigshafener Schulen zudem preisgünstig als E-Book zur Verfügung gestellt werden.

Idee für einen Archäologiepark

Regina Heilmann und Bernd Neumann schwebt auf dem Gelände ein Archäologiepark vor, der über die zwei 2018 installierten Informationstafeln hinausgeht und die Geschichte des Kastells anschaulich macht.

„Was in der Erde ist, muss in der Erde bleiben“, sagt Heilmann.

Erhältlich ist das Buch laut Quelle in der Tourist-Information, im Wilhelm-Hack-Museum, beim Bürgerbüro Rheingönheim sowie im Kiosk von Marion Cirulli in der Hauptstraße 163.