An der Karolina-Burger-Realschule plus in Ludwigshafen soll nach anhaltenden Konflikten ein Neustart mit einer neuen Schulleitung beginnen. Die Schulaufsicht zieht damit nach Angaben einer Sprecherin des Bildungsministeriums in Mainz die Konsequenz aus einer längeren, engmaschigen Begleitung der Schule.
Der Bericht des Wochenblatts ist auf den 17. August 2026 datiert. Zu diesem Zeitpunkt waren die Gespräche über personelle Veränderungen noch nicht abgeschlossen. Wann die neue Leitung ihre Arbeit aufnehmen kann und wie die Veränderungen konkret aussehen, ist daher noch offen.
Konflikte trotz Gesprächen nicht überwunden
Nach Darstellung des Ministeriums gab es bereits zahlreiche Gespräche und Angebote zur Supervision. Die Konflikte an der Schule seien dadurch jedoch nicht überwunden worden. Außerdem hätten sich keine tragfähigen Strukturen entwickelt, die eine verlässliche Zusammenarbeit ermöglichten.
Mit dem geplanten Wechsel an der Spitze soll die Schule nun organisatorisch und personell neu aufgestellt werden. Das Land will nach Angaben des Ministeriums nicht bei einer bloßen Verwaltung der bestehenden Probleme stehen bleiben, sondern die weitere Entwicklung der Schule aktiv unterstützen.
ADD soll Kollegium weiter begleiten
Zum angekündigten Maßnahmenpaket gehört eine weiterhin enge Begleitung des neuen Kollegiums durch die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, kurz ADD. Zusätzlich sind verbindliche Supervisions- und Unterstützungsangebote vorgesehen. Sie sollen dem Kollegium helfen, die belastende Situation zu bearbeiten und die Zusammenarbeit zu stabilisieren.
Geplant sind außerdem organisatorische Schritte für eine verlässlichere Kooperation innerhalb der Schule. Nach dem Ziel des Ministeriums soll die Konfliktlage aufgelöst werden. Der Fokus soll wieder auf guter Bildung, erfolgreicher pädagogischer Arbeit und einer verlässlichen Zusammenarbeit liegen.
Mehrfach Polizeieinsätze an der Schule
Die Karolina-Burger-Realschule plus war in den vergangenen Monaten wiederholt wegen Polizeieinsätzen öffentlich aufgefallen. Im Januar wurde an drei Tagen hintereinander Reizgas versprüht. Nach diesen Vorfällen zeigte die Polizei seit Ende Januar regelmäßig Präsenz auf dem Schulgelände.
Bereits im Oktober des Vorjahres hatte es an der Schule einen Großeinsatz der Polizei gegeben. Im Mai soll außerdem eine Schülerin eine Lehrerin mit einem Messer attackiert haben. Die Quelle kennzeichnet diesen Vorfall mit einer vorsichtigen Formulierung; weitere Einzelheiten zum mutmaßlichen Angriff werden in dem Bericht nicht genannt.
Zusätzlich wurden Dienstaufsichtsbeschwerden gegen den Schulleiter erhoben. Die Beschwerden stehen damit im Zusammenhang mit der ohnehin angespannten Situation an der Schule, ohne dass der Bericht ihren konkreten Inhalt oder den Ausgang eines Prüfverfahrens nennt.
18 von 56 Lehrkräften krankgemeldet
Wie schwierig die Lage zum Beginn des neuen Schuljahres war, zeigte sich laut Schulaufsicht auch bei den Krankmeldungen: 18 von insgesamt 56 Lehrkräften meldeten sich krank. Damit fehlte zu diesem Zeitpunkt ein erheblicher Teil des genannten Kollegiums. Die Quelle stellt die Zahl als Angabe der Schulaufsicht dar.
Bildungsministerin Ute Eiling-Hütig erklärte, das Land müsse Verantwortung für die Entwicklung der Schule übernehmen und Lösungen ermöglichen. Ziel sei es, die Konflikte zu beenden und wieder Bedingungen für gute Bildung, erfolgreiche pädagogische Arbeit und verlässliche Zusammenarbeit zu schaffen.
Die nächsten Schritte sind damit grundsätzlich beschrieben, aber noch nicht vollständig umgesetzt. Offen bleiben insbesondere die konkreten personellen Veränderungen, der Zeitpunkt des Leitungswechsels und die weitere Ausgestaltung der Begleitung durch die ADD. Die Gespräche dazu liefen laut Bericht noch.