Nach einer schwierigen Phase soll an der Karolina-Burger-Realschule plus in Ludwigshafen ein Neustart gelingen. Bildungsministerin Ute Eiling-Hütig berichtete im Bildungsausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags, dass sich die Lage an der Schule nach ihrer Einschätzung zunehmend beruhigt habe. Nach den Herbstferien sollte ein erfahrener Schulleiter die Schule mitführen und täglich vor Ort unterstützen.

Der Einsatz des erfahrenen Leiters war zunächst bis Ende Januar geplant. Gleichzeitig lief die Suche nach einer dauerhaften Schulleitung weiter. Der bisherige Schulleiter und zwei weitere Lehrkräfte waren nach Angaben der Ministerin inzwischen an anderen Schulen tätig. Auch der Krankenstand im Kollegium sei zurückgegangen.

Konflikte im Kollegium als zentraler Auslöser

Die Schule war wiederholt wegen Polizeieinsätzen in die Schlagzeilen geraten. Nach Darstellung der Ministerin führten starke Differenzen innerhalb des Kollegiums zu angeordneten Wechseln in der Schulleitung und bei den Lehrkräften. Sie betonte, dass nicht die Schülerinnen und Schüler das auslösende Problem gewesen seien. Vielmehr habe es im Kollegium eine massive Lagerbildung gegeben.

Nach Angaben von Eiling-Hütig waren knapp zwei Handvoll Schüler für die Vorfälle und Schwierigkeiten verantwortlich. Entsprechende Schritte seien eingeleitet worden. Zugleich arbeiteten Fachleute der Schulaufsicht ADD, des Bildungsministeriums und des Pädagogischen Landesinstituts täglich und unbefristet an und mit der Schule. Ziel seien neue pädagogische Konzepte.

Die Ministerin fasste ihre Gespräche über den Prozess mit zwei Rückmeldungen zusammen: „Die Kinder und Jugendlichen an der Schule sind toll und sie mögen ihre Schule.“

Mehr Personal und neue pädagogische Angebote

Zusätzliches Personal wurde gewonnen, um die Vertretungssituation angesichts des Krankenstands zu verbessern und die Abschlussklassen zu stärken. Auch die multiprofessionellen Teams sollen durch weitere Kräfte unterstützt werden.

Weitere Schritte benötigen nach Angaben der Ministerin noch Zeit. Geplant sind unter anderem eine Überarbeitung der Pausen- und Präventionsprojekte sowie interne und externe Angebote zur Berufsorientierung. Außerdem soll eine weitere „2P plus“-Gruppe die Deutschkenntnisse der Schülerinnen und Schüler verbessern.

Das Maßnahmenpaket soll in den kommenden Monaten konsequent weiterverfolgt werden. Die Schule brauche nun Ruhe von außen, damit sie intern gut arbeiten und weitere Fortschritte erreichen könne.