In Ludwigshafen könnte eine private medizinische Hochschule entstehen. Nach Angaben der Stadt sind die Gespräche über eine Ansiedlung bereits weit fortgeschritten. Dem Zeitungsbericht zufolge plant eine spanische Privatuniversität, in der Stadt einen Ableger aufzubauen.
Gespräche in Madrid geplant
Rheinland-Pfalz’ Wissenschaftsminister Clemens Hoch (SPD) und Ludwigshafens Oberbürgermeister Klaus Blettner (CDU) wollen am Freitag nach Madrid fliegen. Dort sollen weitere Gespräche über das mögliche Hochschulprojekt geführt werden.
Das zuständige Ministerium in Mainz betont, zunächst müssten die Rahmenbedingungen sorgfältig geprüft werden. Offen ist dabei auch, welche Rolle das Land bei einem möglichen Projekt übernehmen könnte. Eine Entscheidung über die Ansiedlung ist damit noch nicht getroffen.
Benckiser-Gelände als möglicher Standort
Als Medizin-Campus kommen Gebäude der BASF auf dem Benckiser-Gelände in der Ludwigshafener Innenstadt infrage. Die BASF bestätigte auf Anfrage, dass diese Gebäude als Standort geprüft werden. Das Unternehmen weist zugleich darauf hin, dass das Projekt noch von abschließenden regulatorischen Genehmigungen durch die zuständigen spanischen Behörden abhängt.
Klinikum soll Ausbildung unterstützen
Als Praxispartner für die Ausbildung der künftigen Mediziner ist das Klinikum Ludwigshafen vorgesehen. Die Verantwortlichen des Klinikums kündigten an, sich in der kommenden Woche zu dem Vorhaben zu äußern.
Kooperationen bei der medizinischen Ausbildung sind in Rheinland-Pfalz nach Angaben des Wissenschaftsministeriums nicht neu. Als Beispiele nennt das Ministerium die Medizincampi in Koblenz und Trier sowie die Zusammenarbeit mit der Semmelweis-Universität in Budapest.