Ludwigshafen. Das neue innerstädtische Quartier entlang der künftigen Helmut-Kohl-Allee könnte künftig „Rheintor-Quartiere“ heißen. Die Ludwigshafener Stadtverwaltung will dem Stadtrat vorschlagen, das rund 39 Hektar große Areal entsprechend zu benennen. Die Entscheidung ist für die Sitzung am 21. September vorgesehen.
Der Namensvorschlag geht auf eine Bürgerabstimmung zurück. Rund 200 Interessierte beteiligten sich an der Umfrage, zu der die Stadtverwaltung gemeinsam mit der Lu City Entwicklungsgesellschaft (LCE) aufgerufen hatte. Die Abstimmung fand im Rahmen des großen Info-Markts im Juni in der Rhein-Galerie statt.
Deutlicher Vorsprung bei der Abstimmung
„Rheintor-Quartiere“ erhielten 81 Stimmen und lagen damit deutlich vor den vier weiteren Vorschlägen. Auf LUX entfielen 39 Stimmen, Porta Palatina kam auf 32 Stimmen, LUville auf 31 Stimmen. Den Namen Zukunftshöfe wählten 11 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Die fünf zur Auswahl stehenden Namen waren zuvor aus rund 250 Vorschlägen entwickelt worden. Eine darauf spezialisierte Agentur hatte die Vorschläge im Auftrag der LCE zu einer Shortlist zusammengestellt. Nach Angaben der Stadtverwaltung wären alle fünf Namen grundsätzlich möglich gewesen.
Oberbürgermeister Prof. Dr. Klaus Blettner erklärte, der Name solle sowohl den Aufbruch als auch die Verbundenheit Ludwigshafens mit dem Rhein ausdrücken. „Die neuen Stadtquartiere stehen einerseits für Zukunft und Aufbruch, andererseits für Identität und Heimat. Der Name Rheintor-Quartiere spiegelt das wider – unsere Verbundenheit zum Rhein, den die Stadt in ihrem Namen trägt, und für die die Quartiere stehen.“
Planung für das Areal wird konkreter
Mit der Namensgebung soll das Entwicklungsgebiet stärker als Teil der Stadt sichtbar werden. Die Planung für das Areal wird nach Angaben des Oberbürgermeisters zunehmend konkreter. Vorgesehen ist eine innovative sowie sozial und ökologisch nachhaltige Entwicklung der innerstädtischen Fläche.
„Es ist wichtig, dass wir dem Quartier jetzt einen Namen geben. Die Planung wird zunehmend konkreter und damit ein Teil unserer Stadt“, sagte Blettner. Die Stadt möchte ihre Planungen bereits im Herbst bei der Immobilienmesse ExpoReal in München einem größeren Publikum vorstellen.
Stadtrat muss endgültig entscheiden
Eine wichtige Vorentscheidung zur weiteren Planung ist bereits gefallen: Der Bau- und Grundstücksausschuss stimmte im Juni in einer gemeinsamen Sitzung mit den Ortsbeiräten der Südlichen und Nördlichen Innenstadt der Offenlage der Rahmenplanung zu.
Verbindlich ist der Name damit noch nicht. Im Herbst soll der Stadtrat abschließend über die Rahmenplanung entscheiden; über den vorgeschlagenen Namen „Rheintor-Quartiere“ soll das Gremium in seiner Sitzung am 21. September beraten. Bis dahin bleibt der Bürgerfavorit ein Vorschlag der Verwaltung.