Nach dem Fund eines Nagels in einer Halloweensüßigkeit aus Ludwigshafen sind zwei weitere Fälle manipulierter Süßigkeiten in der Südpfalz bekannt geworden. Die Polizei warnt Eltern, unbekannte oder verdächtige Halloweensüßigkeiten vor dem Verzehr genau zu prüfen oder im Zweifel wegzuwerfen.

Metallteile in Schokoriegel und Kaubonbons

In Dörrenbach entdeckte eine elfjährige Sammlerin eine Nähnadel in einem Schokoriegel. Das Mädchen hatte am Halloweenabend zwischen 18 und 20 Uhr im Bereich der Hauptstraße Süßigkeiten gesammelt. Nachdem in sozialen Medien über Metallteile in Halloweensüßigkeiten berichtet worden war, untersuchte sie ihre Beute mit einem Magneten und fand dabei die Nähnadel.

Ein weiterer Fall ereignete sich in Westheim. Eine Neunjährige und eine Zwölfjährige hatten dort zwischen 17.30 und 19.30 Uhr Süßigkeiten gesammelt. Am Sonntag biss die Zwölfjährige beim Essen eines Kaubonbons auf einen metallischen Gegenstand und entdeckte darin einen Nagel. Bei der anschließenden Kontrolle fanden die Mädchen in einem weiteren Kaubonbon außerdem eine Tackernadel.

Polizei prüft Herkunft und möglichen Zusammenhang

Nach Angaben der Polizei kam in beiden Fällen aus der Südpfalz niemand zu Schaden. Zusammen mit dem zuvor aus Ludwigshafen gemeldeten Nagelfund wird in allen bekannt gewordenen Fällen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Woher die manipulierten Süßigkeiten stammen, ist bislang nicht geklärt. Ebenfalls offen ist, ob die Fälle mit den bundesweit bekannt gewordenen Funden zusammenhängen. Die Polizei bittet darum, verdächtige Süßigkeiten umgehend der Polizei zu melden. Die Meldung wurde am 3. November 2026 um 15.39 Uhr aktualisiert.