Die Debatte über Kindergeldzahlungen für im Ausland lebende Kinder erreicht den Ludwigshafener Stadtrat. Die zweiköpfige Fraktion G&U kritisiert eine Forderung von Sahra Wagenknecht, solche Zahlungen generell zu stoppen, als pauschale Verdächtigung.

G&U verweist auf Anteil an Gesamtausgaben

Fraktionschef Liborio Ciccarello führt zur Einordnung Zahlen der Bundesagentur für Arbeit an. Demnach wurden 2025 insgesamt 55,32 Milliarden Euro Kindergeld gezahlt. Rund 528 Millionen Euro davon gingen auf ausländische Konten. Das entspreche etwa 0,95 Prozent der Gesamtausgaben.

Aus Sicht der Ludwigshafener G&U-Fraktion spricht dieser Anteil gegen einen pauschalen Stopp aller Zahlungen für im Ausland lebende Kinder. Die Fraktion richtet ihre Kritik damit gegen die Forderung der Politikerin und nicht gegen eine einzelne Zahlung oder einen konkret benannten Fall.

Hintergrund der politischen Auseinandersetzung

Wagenknecht wird in dem Zusammenhang mit dem Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft, kurz BSW, genannt. Die Kritik aus Ludwigshafen kommt aus dem Stadtrat und wird von der zweiköpfigen G&U-Fraktion getragen.

Eine weitergehende Entscheidung des Ludwigshafener Stadtrats oder konkrete nächste Schritte der Beteiligten werden in der vorliegenden Meldung nicht genannt.