Das Klinikum Ludwigshafen erlebt 2026 einen außergewöhnlichen Andrang auf seine Ausbildungsplätze: Mehr als 3.000 Bewerbungen gingen für insgesamt 200 Plätze in den Gesundheits- und Pflegeberufen ein. Zusätzlich erhielt das Klinikum rund 850 Bewerbungen für Praktika. Nach Angaben des Hauses entwickelt sich die Nachfrage damit entgegen dem bundesweiten Ausbildungstrend.
Für junge Menschen, die in Ludwigshafen eine Ausbildung in der Pflege oder einem Gesundheitsberuf beginnen möchten, steht das Klinikum offenbar besonders weit oben auf der Wunschliste. Die Bewerberzahl bedeutet für das KliLu einen neuen Rekord.
Sieben Gesundheitsberufe stehen zur Auswahl
Das Klinikum bildet bereits seit mehr als 100 Jahren angehende Pflegekräfte aus. Heute ist das Angebot deutlich breiter. Zu den sieben genannten Ausbildungsrichtungen gehören Pflege, Pflegefachassistenz, Anästhesietechnische Assistenz (ATA), Operationstechnische Assistenz (OTA), Medizinische Technologie für Laboratoriumsanalytik (MTL), Medizinische Technologie für Radiologie (MTR) und Logopädie.
Die Ausbildung findet zentral auf dem Gelände des Klinikums in der Bremserstraße in Ludwigshafen statt. Dadurch liegen Unterricht und praktische Einsatzorte nah beieinander. „So ist der Weg vom Klassenzimmer auf die Station nicht weit – und Theorie und Praxis greifen hervorragend ineinander“, erklärt Benny Neukamm, Gesamtschulleiter der Schulen für Gesundheits- und Pflegeberufe.
Praxisnahe Lernbedingungen sollen Interesse stärken
Als Gründe für das große Interesse nennt das Klinikum die Verbindung aus praxisnaher Ausbildung, modernen Lernbedingungen und individueller Begleitung. Nach Angaben des Hauses wird kontinuierlich in moderne Lernumgebungen investiert.
Dazu gehören Skillslabs und spezialisierte Lernräume für Pflege, ATA und OTA, Labormedizin sowie Logopädie. Ein weiterer Skillsbereich für die Radiologie befindet sich derzeit im Aufbau. In diesen geschützten Bereichen können Auszubildende Situationen aus ihrem späteren Berufsalltag realitätsnah simulieren, komplexe Abläufe trainieren und anschließend gemeinsam auswerten. Die erworbenen Kompetenzen sollen erst danach unmittelbar in der Patientenversorgung eingesetzt werden.
„Das Interesse an der Ausbildung in unseren Schulen für Gesundheits- und Pflegeberufen boomt“, sagt Alexandra Gräfin von Rex, Pflegedirektorin des Klinikums Ludwigshafen.
Klinikum zählt zu den größten Arbeitgebern der Stadt
Die 200 Ausbildungsplätze in den Gesundheits- und Pflegeberufen bilden nicht das gesamte Ausbildungsangebot des Klinikums ab. Weitere Möglichkeiten gibt es unter anderem in der Krankenhausadministration, der Technik und der IT.
Das Klinikum der Stadt Ludwigshafen gehört mit rund 3.700 Beschäftigten zu den größten Arbeitgebern der Stadt. Als Krankenhaus der Maximalversorgung verfügt es über 1.010 Betten, 17 Kliniken und fünf medizinische Institute. Außerdem ist es akademisches Lehrkrankenhaus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sowie der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg.
Gesamtschulleiter Benny Neukamm führt den Erfolg auch auf die Beschäftigten zurück, die Auszubildende unterrichten und praktisch anleiten. Sein Dank gelte den Mitarbeitenden, die sich kontinuierlich weiterbildeten, um moderne Unterrichtsinhalte vermitteln zu können.