Die Karolina-Burger-Realschule plus in Ludwigshafen kommt nicht zur Ruhe. Nach einem Bericht des SWR vom 17. August 2026 haben sich an der Schule in den vergangenen Monaten zeitweise bis zu 15 Lehrkräfte an einem Tag krankgemeldet. Zugleich wird über mögliche Gewalt unter Schülern, das Abdrücken von Taschengeld und Ängste von Lehrkräften vor gewalttätigen Schülern und Eltern berichtet.

Der SWR berichtete außerdem, viele Lehrkräfte hätten den Eindruck, dass sich an der Schule in den vergangenen Monaten nichts verändert habe. In diesem Zusammenhang wurde auch berichtet, dass der Direktor gehen müsse. Das Bildungsministerium und die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) wollten die Fragen des SWR laut dem vorliegenden Bericht nicht beantworten.

Antrag soll im Bildungsausschuss beraten werden

Die AfD-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag hatte bereits am 2. Juni 2026 einen Antrag zur Schule eingereicht. Der Titel lautet „Karolina-Burger-Realschule plus in Ludwigshafen: Dienstaufsichtsbeschwerden und mutmaßliche Schutzgelderpressung“. Das Dokument wird als Vorlage 19/24 geführt.

Nach Angaben der Fraktion soll der Antrag am 3. September 2026 im Bildungsausschuss behandelt werden. Joachim Paul, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, kündigte an, dort Transparenz herstellen zu wollen. Im Mittelpunkt stehen nach seiner Darstellung mehrere Fragen:

  • Was weiß die Landesregierung über mögliche Gewalt von Schülergruppen, das Abdrücken von Taschengeld und die Angst von Lehrkräften vor gewalttätigen Schülern und Eltern?
  • Welche Schritte unternimmt die Landesregierung, um entsprechende Informationen zu erhalten?
  • Wie soll die körperliche Unversehrtheit von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften an der Schule sichergestellt werden?

Paul erklärte, die Fraktion erwarte Antworten von der Bildungsministerin. Ob und welche konkreten Maßnahmen beschlossen werden, ist im vorliegenden Bericht nicht angegeben. Die Vorwürfe sind damit als Fragen und Darstellungen der berichtenden beziehungsweise politischen Quellen einzuordnen; eine unabhängige Bestätigung der einzelnen Anschuldigungen liegt hier nicht vor.