Ein Lehrer wurde zum ersten Chronisten Ludwigshafens: Jacob Esselborn kam am 1. Februar 1867 in die damals noch junge Stadt und hinterließ Spuren, die nach Angaben der RHEINPFALZ bis heute sichtbar sind.
Esselborn wurde an die protestantische Schule in Ludwigshafen versetzt. Er stammte aus Kriegsfeld bei Kirchheimbolanden und war der Sohn eines Bäckers. Geboren wurde er 1841.
Ein Lehrer in vorläufiger Schulstelle
Bei seiner Versetzung arbeitete Esselborn als sogenannter Schulverweser. Damit ist ein noch nicht vollständig ausgebildeter Lehrer gemeint, der eine Schulstelle stellvertretend oder vorläufig verwaltet.
Chronik, Bibliothek und Reformen
Esselborn zog 1867 nach Ludwigshafen und hinterließ neben einer Chronik auch eine Bibliothek. Zudem werden ihm Reformen zugeschrieben. Welche einzelnen Maßnahmen damit verbunden waren, führt der vorliegende Bericht nicht näher aus.
Seine Bedeutung für die Stadtgeschichte reicht damit über seine Tätigkeit an der Schule hinaus: Esselborn dokumentierte Ludwigshafen als Chronist und trug nach der Darstellung der RHEINPFALZ dazu bei, Wissen und Erinnerungen der jungen Stadt zu bewahren.