Auf einem Gelände im Ludwigshafener Stadtteil West hat die Taskforce „Autohändler“ nach Angaben der Stadtverwaltung einen mutmaßlich illegalen Fahrzeughandel festgestellt. Die Zugänge eines offenbar als Büro genutzten Gebäudes wurden versiegelt.

Fahrzeuge mit Preisschildern vorgefunden

Die Kontrolle am 14. Juli erfolgte laut Verwaltung nach einem Verdacht: Ein Mann, gegen den ein bestandskräftiger Gewerbeuntersagungsbescheid vorliege, solle dort mit Fahrzeugen handeln.

Auf dem Gelände fanden die Inspekteure Fahrzeuge, die mit Preisschildern sowie Telefonnummern versehen waren und offensichtlich zum Kauf angeboten wurden. Nach Informationen der RHEINPFALZ handelte es sich um rund 30 Fahrzeuge.

Nachkontrollen angekündigt

Der Mann, gegen den die Gewerbeuntersagung besteht, war laut Verwaltung nicht vor Ort und ist demnach auch nicht Inhaber des Grundstücks. Die Kontrolleure trafen auf seine Ehefrau; ein Kontaktversuch über eine am Bürofenster angebrachte Handynummer blieb erfolglos.

Anschließend versiegelte die Taskforce die Zugänge des Gebäudes. Die Verwaltung kündigte wiederholte Nachkontrollen an. Dabei soll unter anderem geprüft werden, ob das Siegel gebrochen wurde; dies wäre laut Verwaltung eine Straftat.

Taskforce seit rund drei Jahren im Einsatz

Die Taskforce „Autohändler“ wurde laut Verwaltung vor rund drei Jahren eingerichtet, um gewerbe-, umwelt- und straßenverkehrsrechtliche Verstöße zu ahnden, die bei Automobilhändlern im Stadtgebiet vermehrt aufgefallen waren. Mehr als 20 Objekte im Stadtgebiet seien bislang kontrolliert worden.